12.03.2019 - 13:11 Uhr
SchwandorfOberpfalz

"Fallzahlen insgesamt rückläufig"

Der florierende Arbeitsmarkt schlägt sich auch positiv in den Zahlen des Jobcenters Schwandorf nieder. Der stellvertretende Geschäftsführer Günther Pronath sieht dennoch nicht nur Grund zur Freude.

Günther Pronath, Der stellvertretende Geschäftsführer des Jobcenters Schwandorf, stellte dem Kreistag die aktuellen Entwicklungen vor.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Der florierende Arbeitsmarkt schlägt sich auch positiv in den Zahlen des Jobcenters Schwandorf nieder. Der stellvertretende Geschäftsführer Günther Pronath sieht dennoch nicht nur Grund zur Freude.

"Wir stehen vor einigen Herausforderungen", sagte Pronath am Montag, als er die aktuellen Zahlen am Montag im Kreistag vorstellte und bezog sich damit auf die Menschen, die länger als 21 Monate Leistungen beziehen. Das waren im vergangenen Jahr 1467 und damit 7,7 Prozent mehr als noch 2017. Die Hälfte der Betroffenen bekommt schon länger als vier Jahre Unterstützung. Sie wieder in Arbeit zu bringen, sei eine Daueraufgabe. Das gelte auch für die 600 Geflüchteten, die in diese Kategorie fallen. Dem Jobcenter stehen Förderprogramme zur Verfügung. Die wären auch für Gemeinden interessant, bis 80 Prozent der Lohnkosten können übernommen werden. "Wir hoffen auf Unterstützung aus den Kommunen", sagte Pronath.

"Die Fallzahlen waren 2018 insgesamt rückläufig", blickte Pronath auf die positiven Seiten seiner Bilanz. Die Zahl der Menschen, die in Bedarfsgemeinschaften Grundsicherung bezogen, sank um 365 auf 3604. Die Zahl dieser Gemeinschaften fiel von 2033 auf 1818. Für Leistungen zum Lebensunterhalt wandte das Jobcenter im Dezember 9,6 Millionen Euro auf, 1,1 Millionen weniger als im Vorjahresmonat. Die Kosten für die Unterkunft sanken um eine Million auf 7,1 Millionen. "Damit haben wir fast wieder den Stand von 2015 erreicht", sagte Pronath. 857 Menschen konnten wieder in den Arbeitsmarkt gebracht werden, darunter 150 Geflüchtete. Rund 720 Geflüchtete sind unter den etwa 2490 erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. "Wir brauchen einen langen Atem", sagte Pronath.

Landrat Thomas Ebeling nannte es erfreulich, dass die Zahlen insgesamt sinken. "Auch wenn wir uns der Herausforderungen bewusst sind." Der Kreistag nahm Pronaths Bericht ohne Debatte zur Kenntnis.

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