Forstamtsrat Dieter Ernst hatte für die sechste Auflage der "Baumpflanzaktion für Neugeborene" junge Roteichen und Douglasien ausgewählt, "die den Klimawandel besser vertragen als Fichte und Kiefer". Die Jahresdurchschnittstemperatur liege inzwischen bei neun Grad, erklärte der Förster den Eltern der Neugeborenen. Er sprach von einem "Weinbauklima", das sich jetzt breit mache. Auf dem Schwandorfer "Weinberg" wachse aber kein Wein, sondern ein Baumbestand, der mit klimaresistenten Arten ergänzt werden müsse.
50 der 123 eingeladenen Eltern folgten kürzlich der Aufforderung zur Baumpflanzaktion der Stadt. Schilder mit den Vornamen der Neugeborenen befinden sich an einer Baum-Stele am Rande des Pflanzgebietes im Bergwald auf dem Weinberg. Ideengeber Jochen Surel und Oberbürgermeister Andreas Feller unterstützten die Eltern beim Pflanzen der Bäume, die die Stadt kostenlos zur Verfügung stellte.
Forstamtsrat Dieter Ernst hat sich für die amerikanischen Baumarten Douglasie und Roteiche entschieden, "weil sie schnell wachsen und die Trockenheit besser vertragen". Die einheimischen Nadelgehölze dagegen bekämen zunehmend Probleme mit Pilz- und Käferbefall. OB Feller freute sich über den regen Zuspruch und betonte: "Die Stadt möchte mit dieser Aktion ihre Wertschätzung für junge Familien zum Ausdruck bringen". Schwandorf wachse und habe mittlerweile die 30 000er Einwohnergrenze überschritten. Bei den sechs Veranstaltungen wurden bislang 222 Bäumchen gepflanzt. Die nächste Aktion findet im Frühjahr 2019 statt.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.