17.05.2019 - 15:43 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Flächensuche für die Feldlerche

Die Planung für den Verlauf des Ostbayernrings befindet sich derzeit im Planfeststellungsverfahren. Ein wichtiger Teil befasst sich mit dem Thema Natur und Umwelt.

Die Teilnehmer an dem Treffen tauschten sich über Kompensationsmaßnahmen für den Bau des Ostbayernrings aus.
von Externer BeitragProfil

Um dieses Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, trafen sich CSU-Landtagsabgeordneter Alexander Flierl, Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes, des Bayerischen Jagdverbandes, von Tennet sowie Dominik Himmler von der Bayerischen Kulturlandstiftung im Turmrestaurant Obermeier in Schwandorf-Klardorf. Julia Müller, Genehmigungsplanerin des Ostbayernrings, stellte den Anwesenden einer Mitteilung der CSU zufolge zunächst den Kompensationsbedarf für den Ostbayernring vor.

Neben den ohnehin geplanten Maßnahmen unter der bestehenden und der neu geplanten Leitung geht es ihren Worten zufolge in erster Linie bei der Flächensuche um sogenannte Schwarz- und Bundbrachen für die Feldlerche sowie um die gezielte Anlegung von Lerchenfenstern. Insgesamt suche Tennet für den Ostbayernring fünf Hektar dauerhafte Brutreviere für den scheuen Vogel sowie 22 Hektar temporäre Blühstreifenflächen. Dominik Himmler stellte im Anschluss anhand zahlreicher Praxisbeispiele die Umsetzungsmöglichkeiten solcher Maßnahmen in der Landwirtschaft vor.

Alexander Flierl betonte: "Wichtig ist, dass den Landwirten der Wert der zur Verfügung gestellten Flächen erhalten bleibt, die Flächen in der Produktion bleiben und das Anlegen sowie die Pflege von Blühflächen oder extensive Ackerwirtschaft finanziell entlohnt werden". Die Bayerische Kulturlandstiftung verfolge damit den richtigen Ansatz. Dadurch könnten zudem die Interessen der Landwirtschaft und der Jagd kombiniert werden, um verbesserte Lebensräume für wildlebende Tiere zu schaffen. Gleichzeitig bekräftigte Flierl die Anliegen der Jägerschaft: "Bei der Umsetzung der Maßnahmen und der Pflege der Flächen fordern wir die Berücksichtigung der Belange der Wildtiere". Beispielsweise müsse bei den Mähzeiten Rücksicht auf die Brut- und Setzzeiten des Wildes genommen werden.

Hubert Hofmann, Bezirksgeschäftsführer des Bayerischen Bauernverbands, forderte bei der Umsetzung des Ostbayernrings möglichst flächensparende Konzepte ein: "Richtig geplante und sinnvoll umgesetzte produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen können helfen, den dauerhaften Flächenentzug zu minimieren". Außerdem könnte man die Landwirte vor Ort an der Wertschöpfung teilhaben zu lassen. Tennet strebt laut Mitteilung eine Zusammenarbeit mit der Bayerischen Kulturlandstiftung an. Dafür muss das Projektteam Ostbayernring noch weitere Abstimmungen mit den zuständigen Fachbehörden treffen sowie die vergaberechtlichen Rahmenbedingungen prüfen.

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