Schwandorf
15.02.2022 - 11:27 Uhr

Frau flüchtet nach Unfall

Bei Bubach stand am Sonntagabend ein total beschädigter Audi auf der Kreisstraße. Von der Fahrerin fehlte jede Spur: Sie hatte sich nach dem Unfall aus dem Staub gemacht. Lange dauerte ihre Flucht aber nicht.

Nach einem Unfall bei Bubach suchte ein 34-Jährige das Weite. Allerdings kam ihr die Polizei bald auf die Spur. Bild: Christoph Soeder/dpa
Nach einem Unfall bei Bubach suchte ein 34-Jährige das Weite. Allerdings kam ihr die Polizei bald auf die Spur.

Der Polizei wurde am Sonntag gegen 21 Uhr mitgeteilt, dass auf der Kreisstraße 2 bei Bubach ein verunfallter Pkw steht. Vor Ort fanden die Beamten laut Bericht der Polizeiinspektion Schwandorf auch einen schwer beschädigten Audi, der eine Schutzplanke auf etwa 100 Metern total niedergewalzt hatte. "Durch die Wucht des Aufpralls wurde sogar ein Rad des Audis herausgerissen", schreibt die Polizei weiter. Was allerdings fehlte, war der Fahrer.

Ermittlungen der Polizei ergaben dann, dass das Auto an eine 34-jährige polizeibekannte Drogenkonsumentin verliehen worden war. Die Frau wurde wenig später zu Hause im Bereich des Städtedreiecks in schmutziger Kleidung und mit dem Autoschlüssel in der Hand angetroffen. "Demnach war davon auszugehen, dass sie die Fahrerin war", schreibt die Polizei in ihrem Bericht weiter. Dies habe die 34-Jährige jedoch abgestritten.

Die Beamten der PI Burglengenfeld nahmen die Frau deshalb fest und brachten sie zur Unfallstelle, um sie der Schwandorfer Polizei zu übergeben. Die Beamten eröffneten der 34-Jährigen, dass eine Blutentnahme erforderlich ist, worauf sie zu fliehen versuchte. Der Fluchtversuch scheiterte aber.

Als der Frau dann Handfesseln angelegt werden sollten, leistete sie Widerstand. "Nur mit Gewalt konnte sie unter Kontrolle gebracht werden", heißt es im Polizeibericht. Auch die Blutentnahme im Krankenhaus sei nur mit Zwang möglich gewesen. Die Polizei ermittelt nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubtem Entfernen vom Unfallort und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Der Gesamtsachschaden wird auf rund 25 000 Euro beziffert.

OnetzPlus
Amberg05.10.2020
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