Schwandorf
24.09.2023 - 11:10 Uhr

Frauen-Union Schwandorf besteht seit 65 Jahren

Oberbürgermeister Andreas Feller (vorne, von links), FU-Bezirksvorsitzende Barbara Gerl, Festrednerin Dr. Sissy Thammer, Kreisvorsitzende Jenny Lehmer, MdB Martina Englhardt-Kopf sowie Alexander Flierl (hinten. von links), Kreisbäurin Sabine Schindler, Ortsvorsitzende Sonja Dietl und Matthias Meier
 feierten mit der FU Jubiläum. Bild: Schönhammer/exb
Oberbürgermeister Andreas Feller (vorne, von links), FU-Bezirksvorsitzende Barbara Gerl, Festrednerin Dr. Sissy Thammer, Kreisvorsitzende Jenny Lehmer, MdB Martina Englhardt-Kopf sowie Alexander Flierl (hinten. von links), Kreisbäurin Sabine Schindler, Ortsvorsitzende Sonja Dietl und Matthias Meier feierten mit der FU Jubiläum.

In der Spitalkirche Schwandorf feierte der Ortsverband der Frauen-Union (FU) sein 65-jähriges Bestehen. Festrednerin war Dr. h. c. Sissy Thammer, die auch "Botschafterin des Landkreises" ist. Bezirksvorsitzende Barbara Gerl und Kreisvorsitzende Jenny Lehmer wurden von der Ortsvorsitzenden Sonja Dietl begrüßt, ebenso wie die Abgeordneten Martina Englhardt-Kopf, Alexander Flierl und die Kandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl, Matthias Meier und Sabine Schindler. Sie alle gratulierten dem Ortsverband der FU, der sich nach der Gründung einer "Arbeitsgemeinschaft für Frauen" im Jahr 1947 zehn Jahre später als "Frauen-Union" formierte.

Dietl nannte Sissy Thammer eine "Kämpferin für die Förderung von Frauen". Thammer war seit dem Jahr 1986 Intendantin des "Festivals Junger Künstler" in Bayreuth. Die gebürtige Winklarnerin Thammer äußerte die Hoffnung, dass dem Jubiläum ein neuer Impuls ausgehen möge, „der das gemeinschaftliche Handeln hinterfragen, vertiefen und auf eine neue Aktionsbühne“ stellen solle.

Sie hob hervor, dass „Frauen noch nie so sichtbar und vordergründig auch so erfolgreich wie heute“ gewesen seien. Auch, wenn die Entwicklung definitiv noch weitere Fortschritte brauche, so seien die Zahlen bei Bildungsabschlüssen, Erwerbsquoten und dem Anteil in den Führungsetagen doch erkennbar gestiegen. Thammer betonte dabei aber auch: „Nicht das Geschlecht ist wichtig in einer Führungsrolle, sondern die Persönlichkeit.“

Des Weiteren warb sie dafür, den Jüngeren von heute zu helfen, „ihre neuen Rollen anzunehmen, sich organisatorisch neu aufzustellen und mit Doppel- und Dreifachbelastungen fertig zu werden.“ Es sei „gesellschaftlich akzeptiert, dass Männer und Frauen im Laufe des Lebens unterschiedliche Rollen annehmen und nicht alles zugleich erledigen können.“ Sozialkompetenz, Empathie, Organisationstalent und emotionale Intelligenz hob Thammer als weibliche Stärken hervor.

Nach dem Festakt trafen sich die Gäste im Spitalgarten zu einem Imbiss mit Gesprächen, musikalisch umrahmt von der Saxophon-Formation „Goldlack“.

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