Der Verein setze neue Maßstäbe in Ökologie und Nachhaltigkeit. Der "stinkende alte Bulldog vom Fischer Hans" blieb diesmal in der Garage. Stattdessen wurden Kaltblutpferde aus der Kötztinger Gegend eingespannt, die den Baum vom Schwandorfer Marktplatz nach Fronberg zogen. Achim Kröplin wies dem Tross die Richtung, die Feuerwehr regelte den Verkehr.
Das Schauspiel lockte am Samstagmittag zahlreiche Zuschauer in die Innenstadt, wo es auch Freibier gab. Die kräftigen Rösser von Alois Hastreiter aus Ramsried bei Kötzting zogen die Blicke auf sich. Freibier und musikalische Unterhaltung förderten den lockeren Aufgalopp. Punkt zwölf Uhr postierten sich die Kirwamusikanten auf dem Mönchsbrunnen und spielten die Bayernhymne. Dann machte sich der Tross auf den Weg.
Am Cafe Lawendels warteten "Wirtin" Christine Wild und ihre Tochter auf die Kirwaburschen Nico Zweck und Jakob Jobst und ließen sich zum Tanz bitten. Ein paar Meter weiter "schnappte" sich Kirwamoidl Kristina Jobst den Wirt der Brauereiwirtschaft, Bernhard Meier, und drehte mit ihm im Freien einige Tanzrunden. Genauso wie Wirtin Cathleen Heine mit dem Kirwaburschen Nico Zweck.
Unter der Regie von Michael und Alexander Zweck stellten die Helfer den Stamm fachgerecht auf. Rasch war das Podium errichtet für den ersten Auftritt der Tanzpaare. 19 an der Zahl - drei weniger als im Rekordjahr 2017. Sie fanden gar nicht alle Platz auf dem Podium und mussten sich beim Tanzen abwechseln.
Bei seiner Eröffnungsrede verzichtete Hubert Rathey diesmal auf einen Schluck aus der Liesl, sondern nahm mit Mineralwasser vorlieb. Sehr zur Freude seines Adjutanten Achim Kröplin, der sich das Bier mit den Kirwapaaren teilten konnte. Hubert Rathey mahnte die Männer zur Sittlichkeit und warnte sie vor dem Hashtag #me too.
Der Eventredner läutete in Fronberg die Zeitenwende ein, machte die Kirwamusikanten zu "Global Playern", die Presseleute zu Fakenews-Produzenten und Wirtin Catheen zur Pipeline-Betreiberin. Die Jugend sieht der "Spiritus rector" gut aufgehoben, denn: "Sie kann beim Kirwaverein viel lernen". Vor allem tanzen. Das zeigten die Kirwapaare bei ihren zwei Auftritten am Samstag und Sonntag. Im Polka-, Walzer- und Zwiefachenschritt glitten die Jugendlichen über die Podium und hielten die Tradition aufrecht. Genau so wie die Männergesellschaft beim Frühschoppen am Montag.





















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