Die Helfer brachten den Kirwabaum am Samstagvormittag vom Stadtwald in Steinberg am See zum Fronberger Dorfplatz. Dort dauerte es bis zum Aufstellen ungewöhnlich lange.
Der neue Kommandogeber Sebastian Ebensberger musste erst einmal die Helfer sammeln und einteilen. Aus der Entfernung beobachtete Vereinshandwerker Rudi Hobmeier das Treiben und stellt fest: „Die Jungen machen es halt ein bisschen anders und brauchen etwas länger, aber es funktioniert“. Am Ende brachten die 50 Helfer den 30 Meter hohen Stamm sicher in die Senkrechte. „Wir haben unglaublich viele tolle junge Leute im Verein“, freute sich Vorsitzender Hubertus von Breidbach beim Blick die Helfer.
Kurz vor 19 Uhr war dann der letzte Nagel eingeschlagen. Die Musik begleitete die elf Kirwapaare zum ersten Auftritt ans Podium. Zuvor aber ließ Hubert Rathey alle hochleben, die sich Verdienste erworben haben. Darunter auch den neuen Wirt Hayssam Darouiche, der im Januar das Kommando in der Brauereiwirtschaft übernommen hat. „Es ist gar nicht so einfach, einen Münchner Wirt aus Syrien in Fronberg zu integrieren“, meinte der Eröffnungsredner zu den Integrationsbemühungen. Sein Gedenken galt der Kellerwirtschaft, in der 1978 der Verein gegründet wurde und die bis zum Abriss „ein „bedauerliches Dasein“ gefristet habe.
Erwähnung fand auch der „König von Kreith“, Alexander von Breidbach, „die menschgewordene künstliche Intelligenz, die einen Wenz-Tout ohne alten Wenz spielt“. In Fronberg herrsche Gleichberechtigung, so Hubert Rathey, „da dürfen die Männer auch in Frauenkleider tanzen". Er empfahl, das Geld in den Erhalt der Brauereiwirtschaft zu investieren und versprach eine Rendite von „mindestens acht Prozent beim Bockbier“.
Rathey kündigte für den 18. November ein Benefizkonzert mit den "Blechzipfln" und der Gruppe „D´Spalter“ zugunsten des Wirtshauses an, das der Verein bekanntlich kaufen möchte. Zuvor treffen sich die Mitglieder zur Noukirwa am 2. November.
















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