Aus der 1956 gegründeten Baumwartevereinigung im Altlandkreis Burglengenfeld ging die Gartenpflegervereinigung im Landkreis Schwandorf hervor, die damit heuer das 70-jährige Bestehen feiern kann. „Unser Verband ist etwas ganz Besonderes“, sagte Vorsitzende Petra Schmid beim traditionellen Dreikönigstreffen im Sitzungssaal des Landratsamtes. Mit 583 Mitgliedern stelle Schwandorf die mit Abstand größte Vereinigung dieser Art in Bayern. Ziel sei es, so Schmid, den Mitgliedern Grundkenntnisse zu vermitteln und zu Multiplikatoren auszubilden.
Dies geschieht bei den jährlichen Kursen, die im März mit Obstbaum- und Sträucherschnitt (9. und 13. März) starten und mit Lehrgängen zur Veredelung (24. April), zum Sommerschnitt (19. Juni), zu Bodenkunde und Düngerlehre (25. September) sowie zu Pflanzenschutz und Obstsortenkunde (25. September) ihre Fortsetzung finden. Der Gartenpflegerkurs endet am 26. September mit einer Prüfung, an der sich im vergangenen Jahr 20 Gartler beteiligten. Für den diesjährigen Lehrgang liegen bislang vier Anmeldungen vor, wie Vorsitzende Petra Schmid in ihrem Bericht bestätigte.
Sie kündigte die Edelreiserausgabe für den 24. April im Landratsamt, die Teilnahme am Frühlings- und am Kirchweihmarkt im Oberpfälzer Freilandmuseum (3. Mai und 18. Oktober) und eine Eintagesfahrt im Juni an.
Die Gartenpflegervereinigung hat 15 Experten in ihren Reihen, die sich nach Lehrgängen auf Kreis- und Bezirksebene und Spezialkursen des Landesverbandes besondere Qualifikationen erworben haben. Zu ihnen gehören seit Sommer 2024 auch die zwei neuen geprüften Gartenpfleger auf Landesebene, Karl Ruhland aus Oberviechtach und Markus Böhner aus Hofenstetten, denen Vorsitzende Petra Schmid die Urkunden des Landesverbandes überreichte. Beide haben sich auf Obstanbau und Bodenkunde spezialisiert und wollen ihre Erfahrungen als Multiplikatoren weitergeben.
Vortrag übers Imkern
Markus Böhner ist gleichzeitig zertifizierter Imker und im Besitz von 30 Bienenvölkern. Seinem Vortrag „Die Sonderrolle der Honigbiene unter den bestäubenden Insekten“ stellte er den Spruch voran: „Willst du Gottes Wunder sehn, musst du zu den Bienen gehn“. In der Hierarchie der Nutztiere stehe die Biene hinter dem Rind und dem Schwein an dritter Stelle. „80 Prozent der Blütenpflanzen brauchen eine Insektenbestäubung“, betonte Markus Böhner. Ohne sie würde ein Drittel des Ernährungsangebots für den Menschen wegbrechen. Der Biene komme bei der Bestäubung eine besondere Rolle zu, so der Referent, "denn sie ist ein Generalist, der im Gegensatz zu den anderen Insekten die unterschiedlichsten Blütenformen ansteuert".
Die stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege, Agnes Feuerer, hob die gute Zusammenarbeit mit der Gartenpflegervereinigung hervor und betonte: „Wir Gartler halten zusammen.“ Vorsitzende Petra Schmid möchte in Zukunft den Termin der Gartenpflegertreffen vom Dreikönigstag "auf einen Samstag in der zweiten Januarhälfte“ verlegen.
Neuwahlen
Das Ergebnis der Neuwahlen: Vorsitzende Petra Schmid (Schwandorf), stellvertretende Vorsitzende Heidi Schmid (Muschenried), Kassier Martin Merl (Schwandorf), Schriftführerin Maria Treiber (Neunaigen). Als Beisitzer fungieren Agnes Feuerer (Bruck), Reinhold Kumeth (Pfreimd), Martin Mayr (Neukirchen-Balbini), Gerhard Meindl (Trausnitz), Anton Schießl (Schwarzhofen), Helmut Schönberger (Schmidgaden), Franz Sieß (Schwandorf). Susanne Ziereis (Pertolzhofen), Ina Blab (Oberviechtach), Markus Böhner (Hofenstetten), Andrea Seidl (Burglengenfeld) und Monika Zangl (Muschenried). Die Kasse prüfen Josef Baumer und Gertraud Portner.















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