22.07.2018 - 16:09 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Geschlechterparität bei Wahlen

Veranstaltung der AsF zu 100 Jahre Frauenwahlrecht in Fronberg. Frankreich hat bereits ein staatsliches Paritätsgesetz

Die Regensburger Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (Vierte von links) trat bei der AsF in Schwandorf-Fronberg für ein staatliches Paritätsgesetz ein. Allein unter Frauen ist Landtagskandidat Peter Wein.
von Externer BeitragProfil

(exb) Die Regensburger Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer fordert ein staatliches Paritätsgesetz nach französischem Vorbild. Die stellvertretende Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) sprach auf Einladung der örtlichen AsF zur Einführung des Frauenwahlrechts durch den Sozialdemokraten Kurt Eisner vor 100 Jahren im Café Lawendls.In ihrem Vortrag mit dem Thema "Vom Frauenwahlrecht zur Parität" zeigte die Referentin die Schwierigkeiten und Widerstände auf, die mit der Einführung des Frauenwahlrechts verbunden waren. Obwohl die SPD bereits 1891 als erste Partei dies gefordert habe, gelang die Einführung erst 1918. Als letztes europäisches Land zog Liechtenstein 1984 nach.

Trotz der Fortschritte in Sachen Gleichbehandlung und -berechtigung machte sie deutlich, dass Frauen vor allem in der Politik unterrepräsentiert seien. Mit dem Anwachsen konservativer Parteien sinke deren Anteil noch. In Kommunen sei zu beobachten, dass je kleiner und/oder ländlicher sie seien, desto weniger Frauen säßen in den Gremien. In Frankreich sei die Gleichberechtigung bei Wahlen garantiert.

In der Diskussion ging es um die Verbesserung der Situation von Frauen in der Politik. Landtagskandidat Peter Wein verwies darauf, dass die SPD mit Natascha Kohnen nach Renate Schmidt zum zweiten Mal mit einer Spitzenkandidatin in die Landtagswahl gehe. Stadträtin Sandra Gierl bezeichnete es als negatives Signal, dass der junge Landrat des Landkreises drei männliche Stellvertreter habe.

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