21.07.2019 - 10:05 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Heimische Fische unbedenklich

Das "Flaggschiff" der Lernenden Region ist die Bildungsmesse. Jetzt gibt es ein neues Angebot, das auf Breitenwirkung angelegt ist: die "Vereinsschule Landkreis Schwandorf". Auch das Thema Fisch kommt auf den Tisch des Ausschusses.

Entwarnung im Umweltausschuss des Kreistags: Einheimische Fische können weiterhin unbedenklich verspeist werden.Das Arzneimittel Malachitgrün, das andernorts von Fischzüchtern verbotswidrig eingesetzt wird, ist im Landkreis Schwandorf nicht nachzuweisen. Ein Antrag der ÖDP hatte entsprechende Untersuchungsergebnisse nun öffentlich werden lassen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Florian Schmid, seit vier Monaten als Nachfolger von Charlotte Pelka Geschäftsführer der Lernenden Region Schwandorf, berichtete im Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik über die Arbeit der vergangenen zwölf Monate (Mitte 2018 bis Mitte 2019) und wies die Räte dabei auch auf das Projekt „Vereinsschule im Landkreis Schwandorf“ hin, das nach den großen Schulferien anlaufen soll. In vier zweistündigen, kostenlosen Kurseinheiten erfahren die Teilnehmer im September und Oktober mehr über die Themen „Haftungsrecht für Vereine“, „Veranstaltungen organisieren“, „Datenschutz – Unsicherheiten abbauen“ und „Ehrenamtliche gewinnen und halten“. Ein Faltblatt mit Details ist im Landratsamt erhältlich.

In seinem Rückblick sparte Schmid auch nicht mit Informationen zum wichtigsten Angebot der Lernenden Region, der Bildungsmesse. Die bislang letzte war im Februar 2019, die nächste ist für Februar 2020 geplant. In diesem Jahr waren zwischen 4000 und 5000 Besucher da, davon 650 Schüler. Sie stießen auf das Angebot von 70 Ausstellern. Firmen und Lehrer seien zufrieden gewesen, freute sich der Geschäftsführer. Wie Landrat Volker Ebeling informierte, wird Florian Schmid, anders als seine Vorgängerin, vom Landkreis bezahlt. Aus diesem Grund werde ab dem nächsten Jahr der bisherige Zuschuss des Landkreises an die Lernende Region entfallen.

Vorab hatte der Landrat bereits einem weiteren Berichterstatter das Wort erteilt, der mit dem Wunsch nach einem Zuschuss in Höhe von 3000 Euro an den Ausschuss herangetreten war: Josef Schönhammer, der Vorsitzende der Akademie Ostbayern-Böhmen. Schönhammer, der frühere Leiter der Unternehmenskommunikation von EON Bayern AG in Regensburg, stellte das laufende Programm der Akademie vor, das unter dem Leitthema "Unsere Region im Wandel" steht und den Schwerpunkt Digitalisierung aufweist. Im Jahr 2020 wird es dann um die "Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum" gehen. Der Ausschuss sprach sich am Ende einstimmig für die Gewährung des Zuschusses aus.

Zu befassen hatte sich der Ausschuss auch mit einem Antrag der ÖDP, den der Kreisrat und stellvertretende Landrat Arnold Kimmerl (Pfreimd) vorstellte. "Wir müssen mit der Nutzung der regenerativen Energie weiterkommen", forderte Kimmerl und folglich hieß der ÖDP-Antrag "Nutzung der Solarenergie auf den Liegenschaften des Landkreises". Wie an anderer Stelle der Ausschusssitzung wies Landrat Ebeling auch hier darauf hin, dass für die Liegenschaften des Landkreises sowieso ein Energiekonzept erstellt wird. Dieses verfasst das Institut für Energietechnik an der OTH Amberg-Weiden (Professor Brautsch). Dabei geht es um die Überprüfung kreiseigener Dach- und Grundstücksflächen, wobei der Ausschuss einstimmig dafür war, dass aufgrund deutlich gestiegener Systemkosten für die Photovoltaik und steigender Strombezugskosten einer Eigenstromnutzung der Vorzug zu geben sei. "Sie kann einen wirtschaftlich sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten", hieß es im entsprechenden Beschluss.

Die ÖDP legte danach noch einen Antrag auf den Tisch, der von selbigem auch schnell wieder herunten war. Es ging darin um eine mögliche Gesundheitsgefahr durch den Verzehr von einheimischen Fischen. Kreisrat Alfred Damm (Schwandorf) wollte wissen, ob auch im Landkreis Schwandorf, so wie andernorts, das verbotene Arzneimittel Malachitgrün in den Proben von Speisefischen gefunden wurde. "Nein", lautete die Antwort, "in keinem der im Landkreis Schwandorf in den letzten Jahren beprobten Fische waren gesundheitsgefährdende Auffälligkeiten festzustellen".

Gegen Ende der Sitzung beauftragte der Ausschuss noch die Verwaltung, mit einem gemeinsamen Vertreter des Sammelsystems für Wertstoffe "Duales System" zu reden, um eine neue Abstimmungs-Vereinbarung auszuhandeln. Ein neues Verpackungsgesetz macht dies nötig. Dabei soll die Verwaltung darauf achten, dass die bisherige Sammelstruktur beibehalten wird, und sich die dualen Systeme angemessen an den Kosten beteiligen. Die letzten Beschlüsse handelten dann von einer dreijährigen Werbekampagne für den geplanten Rufbus mit dem Titel "Natürlich fahr ich mit" (Kosten: 275 000 Euro, mit hoher staatlicher Förderung), sowie einer dreijährigen Werbekampagne für den Landkreis "als Marke". Sie lautet "Landkreis Schwandorf - natürlich leb' ich hier" (Kosten: 128 500 Euro). Für beides gab es Zustimmung vom Ausschuss, beides soll das Regionalmanagement umsetzen.

Geschäftsführer Florian Schmid von der Lernenden Region stellte dem Ausschuss das neue Angebot "Vereinsschule" vor, das sich an Ehrenamtliche im Landkreis Schwandorf richtet.
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