02.10.2018 - 15:36 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Helfende Hände immer gesuchter

Mal wieder positive Nachrichten aus dem Elisabethenheim. Leiter Egon Gottschalk präsentierte den Halbjahresbericht und informierte über eine Qualitätsprüfung im Heim. Der Fachkräftemangel ist aber nach wie vor eine Herausforderung.

Helfende Hände sind in Pflege- und Altenheimen gefragter denn je. Allerdings ist es immer schwieriger, Fachpersonal zu rekrutieren.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

(doz) Bei der Sitzung des Alten- und Pflegeheimausschusses am Montag hatte Egon Gottschalk, Geschäftsführer der Bürgerspitalstiftung, die meiste Redezeit. Er berichtete ausführlich von "turnusgemäßen, unangekündigten Qualitätsprüfung durch die FQA-Heimaufsicht", die Anfang Juli über die Bühne ging. Unter anderem nahmen die Prüfer die Bereiche "Arzneimittel und Hygiene", "Pflege und Dokumentation", "Wohnqualität", "Mitbestimmung, und "Freiheit einschränkende Maßnahmen" unter die Lupe.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Im Bericht ist eine ganze Litanei an positiven Bemerkungen aufgeführt. "Die Einrichtung liegt ruhig gelegen in der Stadtmitte, sodass die Bewohner am Stadtgeschehen teilnehmen können und auch mal außerhalb des Wohnhauses ein Lokal oder Geschäft aufsuchen können", heißt es darin etwa. Auch das Essen und die "Leistungen im Hause" (Friseur, medizinische Fußpflege, Zahnarzt) wurden gelobt. Befragte Bewohner zeigten sich durchwegs zufrieden mit dem Zimmerservice, dem Essen, dem Betreuungsangebot und der Einrichtungsleitung. Oder wie es Ausschussmitglied Christian Eimer (CSU) ausdrückte: "Das klingt wie Werbung für ein Vier-Sterne-Hotel."

Neben kleineren Mängeln waren die Fachkräfte ein Thema im Bericht. Darin steht: "Am Tag der Heimüberprüfung lag eine Fachkraftquote von 43,94 Prozent vor (bei 50 Prozent sollte sie liegen; Anm. d. Red.)." Der Heimleiter habe aber glaubhaft dargestellt, dass er trotz intensiver Anstrengung mittels Internet, Zeitung und Zeitarbeitsfirma keine Fachkraft gewinnen konnte. Gottschalk sagte in der Sitzung: "An der Fachkraftquote arbeiten wir wie jede andere Einrichtung in Deutschland."

Der Heimleiter trug auch den Halbjahresbericht vor, der den Zeitraum von 1. Januar bis 30. Juni umfasst. Von den 178 Heimplätzen seien durchschnittlich 168 belegt gewesen. Die Auslastung lag somit bei 94 Prozent. "Wegen der Unmöglichkeit, freie Pflegefachkraftstellen zu besetzen, haben wir - um die heimaufsichtliche Anordnung eines Aufnahmestopps zu vermeiden - Ende Januar einen freiwilligen Aufnahmestopp erklärt", informierte Gottschalk. Die Erträge beliefen sich auf 2 980 000 Euro. Sie lagen damit wegen der um 4 Prozent niedrigeren Auslastung und wegen der um 3,89 Prozent höheren Pflegeintensität um 104 000 Euro (3,4 Prozent) unter dem für den Berichtszeitraum budgetierten Wert von 3 084 000 Euro.

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