Mit 396 neuen Infektionen vom Donnerstag stieg die Gesamtzahl der Fälle im Schwandorfer Landkreisgebiet seit Beginn der Pandemie auf 23 199. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die am Donnerstag bei 1553,1 lag, ist am Freitag auf 1466,9 gesunken. Ob die Zahlen allerdings die tatsächlichen Inzidenzen abbilden, erscheint mehr als fraglich, denn: Die außerordentlich hohen Infektionszahlen während der derzeitigen Welle stellen die Gesundheitsämter vor besondere Herausforderungen, so dass sinkende Inzidenzen laut eigener Angaben des Landratsamtes mit Vorsicht zu bewerten sind. Am Freitag hat man dort zunächst 481 neue Erstmeldungen (Stand gegen 17.45 Uhr) ins System eingepflegt. "An einem Rückstand wird gearbeitet", hieß es weiter.
Mit dem Tod einer 93-jährigen, geboosterten Heimbewohnerin sowie eines 83-jährigen zweifach geimpften und zu Hause lebenden Mannes steigt die Zahl der an oder mit Corona Verstorbenen auf 244. Erhöht hat sich auch die Zahl der von Coronafällen betroffenen Seniorenheime und Behinderteneinrichtungen, auch wenn noch nicht jeder positive Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigt ist. PCR-Reihentestungen bzw. forcierte Schnelltestungen, die Einrichtung von Pandemiezonen, Schutz- und Hygienemaßnahmen sowie Auflagen für die frühzeitige Isolationsaufhebung bei infizierten Pflegekräften wurden eingeleitet, teilte das Landratsamt mit. Besonders betroffen sind das Seniorenheim Curavivum in Schwarzenfeld mit 34 positiv getesteten Bewohnern und neun betroffenen Mitarbeitern sowie das Phönix Seniorenzentrum in Maxhütte-Haidhof mit 21 Bewohnern und vier Mitarbeitern.
Die Abläufe im Fall- und Kontaktpersonen-Management wurden bayernweit vereinfacht. "Über die bereits seit längerem erfolgte massive Personalverstärkung, die Priorisierung des Kontaktpersonen-Managements und die darauf aufbauenden Anpassungen beim Vorgehen in Schulen und Kindertageseinrichtungen hinaus sind weitere Schritte erforderlich, um die Handlungsfähigkeit in den zentralen Bereichen des Pandemiemanagements sicherzustellen. Zudem kann bei Dominanz der hochansteckenden Omikron-Variante mit überwiegend milderen Erkrankungsverläufen und einem inzwischen hohen Wissensstand zu den Basismaßnahmen des Infektionsschutzes auf mehr Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger gesetzt werden. Für die Gesundheitsämter bedeutet dies in der Phase der hohen Inzidenzen, das aktive Fall- und Kontaktpersonenmanagement auf Haushaltsangehörige eines Indexfalls und Einrichtungen mit vulnerablen Personen zu konzentrieren und die Abläufe weiter zu automatisieren", heißt es dazu in der aktuellen Tagesmeldung der Schwandorfer Behörde.
Eine telefonische Kontaktaufnahme zum Indexfall, die nach Eingang der Fallmeldung im Gesundheitsamt bisher vorgegeben war, ist in der Regel nicht mehr erforderlich. Der direkte persönliche Kontakt des Gesundheitsamts werde sich auf Infektionsgeschehen in vulnerablen Settings beschränken. Unverzichtbar bleibe jedoch eine zeitnahe Nachricht des Gesundheitsamts an jede positiv getestete Person, welche diese über die Pflicht zur Isolation informiert, die sich aus der Allgemeinverfügung Isolation ergibt. Hierbei werde es sich aber um eine standardisierte Information mittels Brief oder E-Mail handeln.
Seit Freitagmittag schaltet sich bei den Telefonnummern 09431/471-150 (Bürgertelefon) und 09431/471-600 (Durchwahl des Gesundheitsamtes) eine Bandansage ein. Ihr Tenor: Aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens sei momentan eine telefonische Auskunft am Gesundheitsamt nicht möglich. Man möge doch bitte eine E-Mail an Poststelle[at]lra-sad[dot]de schreiben. Weitere Informationen könne man auch auf der Homepage www.landkreis-schwandorf.de nachlesen. Wer die allgemeine Rufnummer des Landratsamtes 09431/471-0 wählt, werde ab sofort zielgerichtet informiert bzw. an die Mitarbeiter des Kontaktermittlungsteams oder an die zentrale Bürgerinformationsstelle weitervermittelt.
Die Staatlich anerkannte Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen bleibe für hilfesuchende Frauen und Familien weiterhin direkte Anlaufstelle. Besonders in Notlagen und Konfliktsituationen sei eine schnelle Hilfe und Beratung wichtig und dulde keinen Aufschub. Die Beratungsstelle ist deshalb von Montag bis Donnerstag von 8 bis 15.30 Uhr und am Freitag von 8 bis 12 Uhr weiterhin direkt erreichbar. Eine Terminvereinbarung ist wünschenswert, aber nicht notwendig. Als Ansprechpartnerinnen zur Beratung und Unterstützung stehen zur Verfügung: Gabriele Beier (Telefon 09431/471-650), Margit Malzer (Telefon 09431/471-656) und Waltraud Tragl (Telefon 09671/7440-201). E-Mail: schwangerenberatung[at]landkreis-schwandorf[dot]de.















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