Die zehnte Zuchtvieh-Auktion des Rinderzuchtverbands Oberpfalz (RZO) in Schwandorf am Mittwoch war laut einer Mitteilung gekennzeichnet von sehr großer Nachfrage bei Kühen in Milch. Erlöse bei den weiblichen Zuchtkälbern gaben demnach bei einem hohen Durchschnittsgewicht etwas nach.
Acht Jungbullen wurden der Körkommission vorgestellt. An der Spitze ging laut Clemens Spiegl vom RZO der bestplatzierte „Scotty“-Sohn, gezüchtet vom Betrieb Mosandl im Ottmaring (Landkreis Neumarkt). Die Besamungsstation CRV in Rottmoos sicherte sich den Stier mit enormen Tageszunahmen von 1700 Kilogramm zu 12.200 Euro. Der Vollbruder dieses Stieres, der mit über 1300 Kilogramm Plus in der Milchmengenvererbung glänzen könne, ging zum Besamungsverein Neustadt an der Aisch. Ebenfalls dorthin gingen ein „Hektor“-Sohn, gezüchtet vom Betrieb Schleicher in Unterreiselberg (Landkreis Regenbsurg), ein „Himola“-Sohn vom Betrieb Götz, Großalfalterbach (Landkreis Neumarkt) sowie ein „Medeon“- und ein „Musiker“-Sohn aus dem Anpaarungsvertragsprogramm. Die zwei verbliebenen Bullen hätten in den Natursprung vermarktet werden können.
"Die Auktion der weiblichen Großtiere war diesmal mit nur 28 Jungkühen und 1 Kuh mit mehr als einer Kalbung leider etwas knapp beschickt", teilt Spiegl weiter mit. Die angebotenen Tiere hätten fast ausnahmslos mit hoher Milchleistung von durchschnittlich 31,5 Kilogramm und guten funktionalen Merkmalen überzeug. "Die freundlicheren Aussichten auf dem Schlachtvieh- und Milchmarkt" hätten für guten Besuch in der Naabhalle gesorgt.
Vor der Versteigerung seien mehrere Kaufaufträge an das Verbandspersonal delegiert worden. Die gute Nachfrage habe von Beginn an zu einem flotten Versteigerungsverlauf geführt. Tiere mit guter Qualität im Fundament und Euter seien gefragt gewesen. Gewichtsmäßig leichtere Tiere oder solche mit "leichten Mängeln im Exterieur" hingegen hätten Preiseinbußen in Kauf nehmen müssen. Sie hätten schlussendlich auch den Durchschnittspreis gedrückt. Am Ende der Auktion habe sich bei den Jungkühen mit 2882 Euro ein Durchschnittspreis errechnet, "der dennoch um circa 223 Euro höher lag als bei der letzten Zuchtvieh-Auktion", heißt es in der Mitteilung weiter.
Die Auktion der weiblichen Zuchtkälber war diesmal mit 40 Tieren beschickt. Auch hier sein der Besuch gut gewesen. Der Durchschnittspreis sei gegenüber der vergangenen Auktion um 0,16 Euro pro Kilogramm gefallen. Das sei aber auch auf das enorme Durchschnittsgewicht von 111 Kilogramm zurückzuführen. Gefragt gewesen seien Tiere mit altersgerechter Entwicklung und guten väterlichen und mütterlichen Abstammungen.
Der nächste Zuchtviehmarkt für Bullen, Kalbinnen, Jungkühe und weibliche Zuchtkälber ist in Schwandorf am Mittwoch, 4. November.
















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