13.12.2018 - 13:42 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Hotel und Kino in Schwandorf: Fünf Säle, 100 Zimmer

Die Pläne für Hotel, Kino, Kinderwelt und Dienstleistungsgebäude zwischen Globus und Wackersdorfer Straße nehmen immer konkretere Formen an. Der Planungsausschuss stellt am Dienstag die Weichen für den nächsten Schritt des Bauvorhabens.

In Kronstetten sollen auf dem gelb makierten Areal zwischen Globus und Wackersdorfer Straße ein Kino, ein Hotel, eine Kinderwelt sowie ein Dienstleistungs- und Bürokomplex entstehen. Bild: Gerhard Götz
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Durch die Bank zeigten sich die Stadträte von den Plänen der KRE (Krakat Real Estate Group) aus Bamberg begeistert. So war es schon, als die Idee im Mai vergangenen Jahres dem Planungsausschuss vorgestellt wurde. Am Dienstag fiel der Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan einstimmig. Projektentwickler Dr. Harald Gerlach stellte dem Gremium das Vorhaben auf dem 15 000 Quadratmeter großen Areal in Kronstetten noch einmal vor.

Herzstück wird das Kinocenter mit fünf Sälen und insgesamt 640 Sitzplätzen. Das Hotel soll fünf Geschosse und 100 Zimmer bekommen. Außerdem sind eine Kinderwelt sowie eine Jump-Arena mit Gastronomie geplant. Das vierstöckige Dienstleistungs- und Bürogebäude soll eine Nutzfläche von 2500 Quadratmetern bekommen. Im Erdgeschoss zieht die Bäckerei Glaab ein. Sie nutzt die Fläche von etwa 420 Quadratmetern nicht nur, um Backwaren zu verkaufen, sondern auch, um dort zu produzieren. Die Bäckerei kümmert sich auch um die Frühstücksversorgung des benachbarten Hotels. Auf dem Areal sind 265 Auto-Stellplätze vorgesehen.

Gutachten einholen

Gemeinsam mit dem Planungsbüro Jocham + Kellhuber soll der Bau vorangetrieben werden. In den nächsten Wochen und Monaten geht es darum, diverse Gutachten einzuholen, vor allem was Verkehr, Immissionsschutz und Naturschutz betrifft. Gerlach sieht einen Baubeginn im Frühjahr 2020 durchaus als realistisch an. Von den Stadträten gab es durchgängig Lob für das Bauvorhaben. Manfred Schüller (SPD) erklärte, dass vor allem das Kino ein langgehegter Wunsch der Stadt sei. Marion Juniec-Möller (Bündnis 90/Die Grünen) pflichtete bei: "Das Projekt erfüllt viele Herzenswünsche und macht Schwandorf zu einem familienfreundlichen Ort. Künftig muss man nicht immer woanders hinfahren, um ins Kino zu gehen." Hans Sieß (CSU) erklärte, dass es im Vorfeld schon viel Lob und Vorschussloorbeeren gegeben haben. Nun gelte es, das Gelände positiv zu gestalten.

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"Blühende Landschaft"

Alfred Damm (ÖDP) hatte einen Bauausschuss eingereicht und die die Gründung einer Arbeitsgruppe mit dem Namen "Blühende Landschaft" vorgeschlagen. Sie sollte seiner Meinung nach aus Vertretern des Stadtrats, der Verwaltung, des Bauhofs, der Naturschützverbände, der Gartenbauvereine, der Bauernverbände, der Jäger und der Imker bestehen. Letztlich regte Oberbürgermeister Andreas Feller an, im Frühjahr eine Veranstaltung zu diesem Thema abzuhalten. Sollte daraus eine Arbeitsgruppe entstehen, dann sei das okay. Ad hoc wollten die Ausschussmitglieder keine Gründung herbeiführen. Auch den von Damm vorgeschlagenen Beitritt zum Netzwerk "Blühende Landschaft" lehnten sie ab. Der Ausschuss genehmigte noch, dass sich in zwei Bereichen in der Innenstadt Vergnügungsstätte und Wettbüros ansiedeln dürfen, da kein genereller Ausschluss möglich ist.

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