Schwandorf
17.06.2026 - 10:02 Uhr
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Hubert Döpfer plant Wohnblock für Pflegekräfte in Schwandorf

Der Schwandorfer Bildungsunternehmer Hubert Döpfer will das ehemalige Vereinshaus abreißen lassen und dort ein Gebäude mit 32 Appartements errichten. Die Wohnungen sind für Mitarbeiter und Zuwanderer in den Ausbildungsmarkt gedacht.

1999 erwarb Hubert Döpfer das geschichtsträchtige Gebäude in der Klosterstraße und unternahm seitdem mehrere Anläufe für einen Umbau. „Unsere Genehmigungen wurden aber nie in Anspruch genommen“, stellte Oberbürgermeister Andreas Feller bei der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am Dienstag im Rathaus fest. Nun unternimmt der Inhaber der Döpfer-Schulen einen fünften Anlauf. Dem Ausschuss lag der Antrag für den Bau von 32 Einzimmerwohnungen mit ebenso vielen Stellplätzen vor. Das Vorhaben erfülle planungsrechtlich die Voraussetzungen, erfuhren die Stadträte und gaben grünes Licht.

Der studierte Handelslehrer Hubert Döpfer, der vor 34 Jahren eine Berufsfachschule gründete und heute 1000 Mitarbeiter an zehn verschiedenen Standorten beschäftigt, wirbt seit Jahren Pflegekräfte aus dem Ausland an. „Für sie brauche ich Wohnungen“, erklärt der 72-jährige Unternehmer. Die Zuwanderer stammen aus Vietnam, dem Iran, Marokko, Indien und China und lassen sich in Schwandorf zu Altenpflegern ausbilden. Vor ihrer Einreise müssen sie hohe bürokratische Hürden nehmen und die deutsche Sprache lernen, beschreibt Döpfer die lange Vorlaufzeit.

Staatliche Vergütung

Er sei zur Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland gezwungen, „weil es hier zu Lande nicht genügend Nachwuchs für den Pflegeberuf gibt“. Die Döpfer-Schulen haben im Gebäude der Sparkasse und im Sparkassen-Parkhaus Schulungsräume zur Ausbildung von Pflegekräften angemietet. Die Azubis bekommen eine staatliche Vergütung und können sich damit auch während der Ausbildung eine eigene Wohnung leisten. Mittlerweile hat das Unternehmen 30 Wohnungen in Schwandorf und Umgebung für seine Auszubildenden angemietet. Mit dem Bau des Wohnblocks in der Kolpingstraße möchte Döpfer den weiteren Bedarf decken.

Das Katholische Vereinshaus war einst gesellschaftlicher Mittelpunkt in Schwandorf und besaß einen großen Saal für Veranstaltungen aller Art. Nach dem Ende des gastronomischen Betriebes kaufte Hubert Döpfer das Gebäude und nutzte einen Teil der Räume für Schulungszwecke. Viermal stellte er einen Antrag auf Umbau, ohne die Pläne aber anschließend zu realisieren. Seit Jahren steht das Gebäude nun leer. Einen Zeitplan für den Abriss wollte Hubert Döpfer im Gespräch mit Oberpfalz-Medien noch nicht nennen.

Arbeiten rund ums Freibad

Die Stadt wird nach über 30 Jahren nicht nur die Rutschbahn und die Schwimmbecken, sondern auch den Parkplatz am Erlebnisbad sanieren. Ingenieur Michael Hierl vom Büro Wellnhofer stellte den Stadträten drei Varianten vor. Die Ausschussmitglieder entschieden sich für eine wasserdurchlässige Deckschicht aus einem Mineralgemisch für die 90 Stellplätze und eine Erneuerung der Teerdecke für die Fahrwege. Das bestehende Wabensystem wird entfernt und durch ein wasserdurchlässiges Material ersetzt. Der Baumbestand soll erhalten bleiben. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf 271.500 Euro.

Mehr Gruppen im Kindergarten

Obwohl die Zahl der Vorschulkinder stark rückläufig ist, erweitert die Stadt den Kindergarten „Storchenwiese“ in Fronberg um zwei Gruppen mit jeweils 25 Plätzen. Die Ausschussmitglieder besichtigten vor der Sitzung den Erweiterungsbau, der am 3. Juli eingeweiht eingeweiht wird. Aus Platzmangel muss Leiterin Vera Glohmann derzeit noch eine zwölfköpfige „Notgruppe“ im Bestandsgebäude unterbringen. Diese Kinder werden am 1. September in den Anbau umziehen, der unmittelbar an das Sportgelände des ASV Fronberg grenzt. Die Baukosten betragen 2,5 Millionen Euro.

Die Stadt Schwandorf hält aktuell 1093 Kindergarten- und 156 Krippenplätze vor. „Mit der Erweiterung der Kinderhäuser Lindenblüten und Storchenwiese konnten wir die Wartelisten leeren“, sagte Oberbürgermeister Andreas Feller. Weitere Plätze entstehen mit der Eröffnung des Waldkindergartens auf dem Weinberg am 1. September. Weil damit der Bedarf an Betreuungsplätzen weitgehend gedeckt ist, verzichtet die Stadt auf den Bau eines weiteren geplanten Kindergartens im Ortsteil Krondorf, für den bereits Baurecht besteht.

Multisportanlage

Die Stadt nutzt das Startchancen-Programm der bayerischen Staatsregierung zur Aufwertung des Pausenhofs an der Lindenschule. Sachbearbeiter Michael Kern stellte das Konzept zur Errichtung einer Multisportanlage vor, wofür die Stadt einen Betrag von 300.000 Euro in den Haushalt eingestellt hat.

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