Die Stadtverbandsvorsitzenden Karin Frankerl und Josef Damm hießen zum Empfang am Sonntag in der Spitalkirche zahlreiche Vertreter von Vereinen und Verbänden willkommen und betonten: „Das Ehrenamt ist das Fundament unserer Gesellschaft.“ Sie stärkten dem OB-Kandidaten Andreas Weinmann den Rücken.
Der Polizeibeamte hat für den Wahlkampf „unbezahlten Urlaub“ genommen, um mit den Bürgern intensiv ins Gespräch zu kommen. Er nutzt dabei die gesamte Bandbreite, vom Hausbesuch über Info-Stände bis zu den sozialen Medien. „Ich will wissen, wo den Bürger der Schuh drückt“, erklärt der SPD-Stadtrat. Viele Vereine hätten große Probleme, ihre Vorstandsposten zu besetzen. „Da kann die Stadt helfen und muss mehr tun“, ist der OB-Kandidat überzeugt.
Ehrenamt als "Kit im Wandel"
Das Ehrenamt ist für ihn der „Kit in einer im Wandel begriffenen Gesellschaft“. Weinmann möchte das Potenzial seiner Heimatstadt besser ausschöpfen, neue Betriebe ansiedeln, weitere Baugebiete ausschreiben und die Innenstadt beleben. Der OB-Kandidat der SPD tritt gegen drei Mitbewerber „aus dem konservativen Lager“ an und hofft, von dieser Spaltung profitieren zu können. Sollte er als Oberbürgermeister ins Rathaus einziehen, würde er versuchen, „die Verwaltung neu zu strukturieren, bürokratische Hürden abzubauen und Fördermöglichkeiten zu erschließen“.
Ehrengast des Abends war SPD-Landesvorsitzender Sebastian Roloff. Vom „Zukunftspaket Ehrenamt“ verspricht sich der Bundestagsabgeordnete „weniger Papierkram“ und höhere Anreize für ehrenamtliches Engagement durch die Anhebung der Pauschalen und die Anpassung der Einkommensgrenzen.
Bessere Bedingungen
„Das Schuldenpaket der Bundesregierung haben wir der SPD zu verdanken“, lobt der Bundestagsabgeordnete seine verhandelnden Parteikollegen. Das „Sondervermögen“ diene dem Ausbau der Infrastruktur, der Sportstätten und der Schulen. Der SPD-Politiker fordert bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und weiß: „Viele Menschen würden gerne mehr arbeiten.“ Von den politischen Entscheidungsträgern erwartet er mehr Klarheit bei der Mobilität der Zukunft. „Es muss deutlicher kommuniziert werden, wo die Reise hingeht.“
Der Schauspieler, Sänger und Sozialdemokrat Manuel Karadenitz aus Schwandorf eröffnete die Veranstaltung mit einem Loblied auf seine Heimat: „Es muss ein Sonntag g’wesn sein, es war ein Sonntag ganz gewiss, als unser Bayernland entstanden ist.“ Nach der gemeinsam gesungenen Bayernhymne waren die Gäste zu Sekt und Häppchen und zum Gedankenaustausch geladen.













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