18.09.2019 - 11:06 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Imker erhalten wertvolle Tipps

Die Bienen bleiben auch nach dem erfolgreichen Volksbegehren ein Thema. Bei der Landesversammlung der Bayerischen Imkervereinigung geht es um das Thema "Kontamination im Bienenwachs - Auswirkungen auf Mensch und Tier".

Kreisvorsitzender Ingo Schwieder, Chemiker und Imker Albrecht Friedle, Landesvorsitzender Edmund Hochmuth und Ortsvorsitzender Konrad Grauvogl (von links) sprachen bei der Landesversammlung der bayerischen Imkervereinigung in Schwandorf.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

"Wir haben uns gerne vor den Karren spannen lassen", sagt Edmund Hochmuth (Maxhütte-Haidhof). Die Initiatoren des Volksbegehrens "Rettet die Bienen" waren auf den Landesvorsitzenen der Bayerischen Imkervereinigung zugekommen und hatten ihn gebeten, für die Initiative in die Bresche zu springen. Bei der Landesversammlung am Samstag im Konrad-Max-Kunz-Saal kündigte Hochmuth eine Fortbildungskampagne der Imker zur Qualitätssicherung des Honigs, zur Krankheitsvorbeugung und zur Sicherung der Bestäubungsleistung an. Diplom-Ingenieur Albrecht Friedle hielt einen Vortrag zum Thema "Kontamination im Bienenwachs - Auswirkungen auf Mensch und Tier".

Das Insektensterben, wissenschaftlich belegt durch die "Krefelder Studie", bewirke "einen dramatischen Rückgang an Bestäubern", so der Chemiker. Das Insektensterben sei "multikausal". Einer der verantwortlichen Faktoren seien Kontaminationen im Bienenwachs, erzeugt durch Desinfektionsmittel, Holzschutzmittel und Pestizide aus der Landwirtschaft.

Der Referent wies auf die Anreicherung fettlöslicher Substanzen im Wachs hin, die durch die Bienen über Pollen und Nektar eingetragen werden. Aber auch der Imker selbst könne durch falsche Behandlung seiner Beuten mit Holzschutzmitteln und durch den ständigen Kreislauf von Altwachs das Bienenwachs kontaminieren.

Kienle belegte durch Untersuchungen im Labor, dass 60 Prozent der Rückstände, die das Immunsystem, das Lernvermögen und die Reproduktion der Biene negativ beeinträchtigten, durch die Betriebsweise der Imker maßgeblich reduziert werden könnten. Entscheidende Schritte seien die Umstellung auf ökologisch erzeugte Mittelwände und eine Veränderung im Wachsmanagement.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.