Die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt im Landkreis Schwandorf auf einem hohen Niveau. Am Montag hatte sie mit 1112,0 den bisherigen Höchststand erreicht. Am Dienstag fiel die Inzidenz auf 1076,3. Am Mittwoch lag sie einer Mitteilung des Landratsamtes zufolge bei 1064,8. Wie Landratsamts-Sprecher Hans Prechtl schreibt, gab es am Montag 70 neue Fälle, am Dienstag 310 und am Mittwoch bis zum Nachmittag 132.
Nur wenig später kam eine weitere Mitteilung aus dem Landratsamt. "Soeben wurden weitere 106 Fälle zum LGL nach München gemeldet", teilt Prechtl darin mit. Doch auch damit war das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Zahlreiche weitere Fälle stünden noch an und gingen schneller als im Minutentakt ein. "Wir werden eine Nachtschicht einlegen und rechnen für heute mit deutlich mehr als 300 Fällen", schildert der Behördensprecher. Die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie werde wohl an diesem Tag die 20 000 übersteigen.
Im Krankenhaus verstorben ist laut Prechtl ein 42-jähriger Mann, der ungeimpft war und keine Vorerkrankungen hatte. Bei ihm sei nicht Omikron, sondern Delta nachgewiesen worden. Die Zahl der mit oder an Corona Verstorbenen erhöht sich damit auf 241.
Vorgaben aufgehoben
Wie der Landratsamts-Sprecher weiter mitteilt, wurde ein Rundschreiben des Landkreises an alle Schüler und Eltern zu Omikron aufgrund neuer gemeinsamer bayernweiter Vorgaben mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Ab sofort erfolge das Vorgehen bei Infektionsfällen an den Schulen ausschließlich gemäß den ministeriellen Vorgaben. "Weitergehende Anordnungen werden aktuell durch das Gesundheitsamt Schwandorf nicht getroffen", betont Prechtl.
In der Konsequenz bedeute dies, dass Klassen, die sich derzeit aufgrund der ursprünglichen Regelungen in Quarantäne befinden, ab sofort wieder am regulären Schulbetrieb teilnehmen können, sofern nicht die Neuregelungen der aktuellen ministeriellen Schreiben greifen. "Die in diesem Zusammenhang durch das Gesundheitsamt angeordneten Quarantänemaßnahmen für diese Klassen sind aufgehoben", schreibt Prechtl
Das heiße auch, dass asymptomatische Schüler, die den Status einer engen Kontaktperson ausschließlich nach einem Infektionsfall im Schulsetting erhalten haben, den Unterricht ab 3. Februar wieder besuchen dürfen – unter der Auflage der intensivierten Testung. Für positiv getestete Personen bleiben die Isolationsanordnungen laut Prechtl aufrecht erhalten: "Die Lockerungen betreffen nur Kontaktpersonen".
Bei den Kindertagesstätten bleibt es noch bei der vom Landratsamt Ende Januar mitgeteilten Vorgehensweise. "Dass die Vorgaben für Schulen und Kindergärten nicht immer zeitgleich angepasst werden, ist der Zuständigkeit unterschiedlicher Staatsministerien geschuldet. Wir erwarten aber auch hier sehr zeitnah neue Vorgaben", erklärt Prechtl.
Ein Blick auf die Impfzahlen: Im Impfzentrum gab es laut Prechtl vom 26. Januar bis zum 1. Februar 1100 Impfungen. Die Hausärzte haben im selben Zeitraum 2637 Spritzen verabreicht. Der Anteil der Erstimpfungen liege in der letzten Woche bei knapp neun Prozent (333 von 3737).
Impfstoff frei wählbar
Wie Prechtl weiter bekannt gibt, kann ab Mittwoch der Impfstoff frei gewählt werden. Biontech ist ab fünf Jahren zugelassen, Moderna ab 30 Jahren (von 12 bis 29 Jahren auf expliziten Wunsch) und Johnson ab 18 Jahren. Novavax ist laut Landratsamt noch nicht verfügbar.
Termine für Kinderimpfungen können technisch bedingt nur am Telefon unter 09433/3189510 gebucht werden. Möglich sind die Terminvereinbarungen von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr.















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