19.02.2021 - 16:05 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Inzidenzwert minimal unter 100: Schulen im Kreis Schwandorf machen auf

Die Inzidenz im Kreis Schwandorf liegt zum Wochenende knapp unter 100. Am Montag sollen die Schulen öffnen. Steigt sie über 100, machen sie wieder dicht- eine knappe Kiste. Wie lange der Betrieb ab Montag so bleibt, ist ungewiss.

So dürfte es derzeit in allen Grundschulen im Landkreis aussehen. Einzelplätze für die Kinder, genügend Abstand zwischen den Stühlen, damit der Unterricht ab Montag wieder stattfinden kann.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Im Landkreis machen die Schulen ab Montag wieder auf. Das heißt: Präsenzunterricht als eingeschränkter Regelbetrieb statt nur Notbetreuung. Die Öffnung soll aber laut Kultusministerium nur für Landkreise und kreisfreie Städte gelten, in denen der 7-Tage-Inzidenzwert unter 100 liegt. Der Kreis Schwandorf ist zum Wochenende knapp unter der 100er Marke. Laut Robert-Koch-Institut liegt er am Freitag bei 98,7.

Am Freitagvormittag haben die Schulen im Kreis dennoch grünes Licht für den Start ab Montag bekommen. Landratsamtspressesprecher Hans Prechtl erklärt dazu: "Um allen Eltern zumindest etwas Planungssicherheit zu geben, werden am Montag sowohl die Schulen als auch die Kitas öffnen." Sollten die Zahlen kommende Woche steigen, wird die Kreisverwaltungsbehörde entsprechend reagieren. Prechtl: "Steigen die Inzidenzen im Landkreis Schwandorf, wird die Lage Anfang nächster Woche auch in Bezug auf Schulen und Kitas neu bewertet werden."

Ab Montag soll der Unterricht folgendermaßen ablaufen: Schüler haben Präsenzunterricht, allerdings nur, soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Wo das nicht geht, gibt es weiterhin Wechselunterricht. Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen dürfen öffnen, wenn sie ein Schutz- und Hygienekonzept haben und die Betreuung in festen Gruppen stattfindet.

Grundschule rüstet sich

Besonders die Grundschulen im Kreis haben alle Hände voll zu tun, denn alle Schüler werden ab Montag entweder gleichzeitig oder im Wechselunterricht zurückkommen.

Maria Karg-Pirzer leitet die Kreuzberg-Grund- und Mittelschule in Schwandorf. Sie und ihre Mitarbeiter haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um allen Grundschülern gleichzeitig den Präsenzunterricht möglich zu machen. "Wir wollen schauen, wie es den Kindern überhaupt nach der langen Zeit geht", sagt sie. Die Abstände können die Kinder im Schulhaus einhalten. In einem Elternbrief schreibt die Leiterin: "Da der Sachaufwandsträger in kostspielige Neuanschaffungen investiert hat, ist es uns gelungen, die Klassenzimmer größtenteils mit Einzeltischen auszustatten."

Kinder, die mit dem Bus kommen oder von den Eltern gebracht werden, nutzen verschiedene Eingänge oder betreten das Schulhaus zeitversetzt. Der Busplan wurde ebenfalls angepasst. Für das Personal hat Karg-Pirzer bereits Reihentestungen organisiert und durchgeführt. Für die Kinder versucht sie nun ebenfalls, freiwillige Reihentests zu ermöglichen. "Das ist zum Schutz für alle gut", sagt die Schulleiterin. Zudem kommen ab Montag die Schüler der 9. Klassen im Wechselunterricht sowie die Deutsch- und die Praxisklasse in die Schule zurück.

Kleine Schule wird zum Segen

An der Grundschule in Schönsee laufen ebenfalls die Vorbereitungen. Schulleiter Thomas Troidl ist froh, eine kleine Schülerzahl bei einem großen Schulgebäude zu haben. "Wir brauchen keinen Wechselunterricht", erklärt er. Die Schule verfügt über CO2-Ampeln, Plexiglas-Trennwände und Luftreiniger. Troidl: "Wir ziehen gerade noch die technischen Geräte um." Denn die dritte Klasse wird im Mehrzweckraum sitzen und die vierte in der Schulküche. Das war aber laut Troidl schon vor Allerheiligen so eingerichtet. Der Busplan passt außerdem, denn viele Schüler der weiterführenden Schulen bleiben ja noch zu Hause, so dass in den Bussen genügend Platz herrscht.

In Tirschenreuth bleiben die Schulen zu

Tirschenreuth

Reihentestung bei Schülern

In der Grundschule in Neunburg freut sich Schulleiterin Sabine Bauer darauf, die Kinder wiederzusehen. Dort findet Wechselunterricht statt. Bauer: "Wir haben uns bereits in den vergangenen Wochen vorbereitet, damit die Eltern zügig wissen, in welchen Gruppen ihre Kinder sind." So habe man darauf geachtet, dass Geschwister in einer Gruppe sind, damit es für die Eltern leicher ist. Zudem gibt es in der Schule Lüftungsgeräte und der Busplan wurde entsprechend umgearbeitet. Bauer sagt, dass sie außerdem eine freiwillige Reihentestung für die Schüler durchgeführt hätten. Bauer: "Ich hoffe wirklich sehr, dass wir nun am Montag wieder starten können."

"Um allen Eltern zumindest etwas Planungssicherheit zu geben, werden am Montag sowohl die Schulen als auch die Kitas öffnen."

Hans Prechtl, Sprecher des Landrats

Hans Prechtl, Sprecher des Landrats

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