15.04.2019 - 13:46 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Ein Jahr auf der Station mitarbeiten

Freiwillig in die Klinik? Vier junge Frauen haben sich dafür entschieden: Sie absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr im Krankenhaus St. Barbara Schwandorf

Eine gute Betreuung gehört zu einem für alle Seiten erfolgreichen Freiwilligen sozialen Jahr dazu: Luise Radlbeck (Zweite von rechts) mit der BRK-Bildungsreferentin FSJ, Marion Höhl (rechts), Gesundheits- und Krankenpflegerin Christine Koller (links) und Ariadne Dirmeier vom Sekretariat Pflegedirektion.
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Veronika Sieß bringt ein Neugeborenen-Bettchen in ein Wöchnerinnenzimmer.

Freiwillig in die Klinik? Vier junge Frauen haben sich dafür entschieden: Sie absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr im Krankenhaus St. Barbara Schwandorf

"Sie schätzen, dass ich hier bin. Diese Wertschätzung tut gut." Vanesa Ugljesic fasst mit wenigen Worten zusammen, warum sie froh ist, sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) am Krankenhaus St. Barbara entschieden zu haben. Für sie steht fest, dass sie danach eine Ausbildung in der Pflege beginnen möchte. Auch wenn sich nicht alle ihrer Kolleginnen diesem Wunsch anschließen, so sind sie sich einig: Die Entscheidung für ein FSJ und die Einsatzstelle war richtig.

Wartezeit überbrücken

Die 16-jährige Veronika Sieß sagte, "ich wollte nach der Schule eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin machen, war aber mit 15 noch zu jung dafür. Deshalb habe ich mich für das FSJ am Krankenhaus entschieden, um die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken". Auf Station nimmt sie zum Beispiel an der Übergabe teil, misst Vitalzeichen wie Blutdruck und Puls, wiegt und wäscht Patienten oder wickelt Babys. Ihre Bewerbung für einen Platz an der Berufsfachschule hat sie schon abgegeben, der Termin für das Vorstellungsgespräch steht bereits fest: "Ich hoffe, es klappt!"

"Später im OP arbeiten"

Luise Radlbeck (20) nutzt das FSJ als berufliche Orientierungsphase nach dem Abitur. "Es ist schön, einen Einblick in die Abläufe eines Krankenhauses zu bekommen", versichert sie, "aber ich glaube nicht, dass ich danach im medizinischen Bereich bleiben werde - auch wenn es mir hier voll gut gefällt". Zu ihren Aufgaben gehört neben dem Messen von Vitalzeichen und dem Waschen von Patienten auch das Beziehen der Betten.

Zudem führt sie Aufnahmegespräche durch und assistiert Patienten beim Essen, wenn sie Hilfe brauchen. "Ich unterhalte mich auch gerne mit ihnen. Dabei erfährt man mal traurige, aber auch schöne Geschichten."

Vanesa Ugljesic, auch sie 16 Jahre alt, macht das FSJ zur Überbrückung und möchte im Anschluss eine Ausbildung in der Pflege beginnen. "Mir gefällt es, mit Menschen zu arbeiten und ihnen zu helfen. Ich komme mit den Kollegen und den Kranken hier gut zurecht und unterhalte mich gerne mich ihnen", betont sie. Sehr oft würden ihr Patienten zum Beispiel von früher erzählen.

"Besonders spannend fand ich es, als ich mit in den OP zu einer urologischen und zwei chirurgischen Eingriffen durfte. Später mal im OP zu arbeiten, das würde mir gefallen." Julia Killermann (18) ist seit drei Monaten dabei und hat vorher eine Ausbildung zur Automobilkauffrau angefangen. "Aber ich kann jetzt schon sagen, dass das FSJ super ist. Mir gefällt es, die Station ist toll und mit den Kollegen komme ich richtig gut aus. Ich habe mich für das FSJ hier im Krankenhaus entschieden, weil ich mehr über den Pflegeberuf erfahren und ausprobieren wollte, ob mir dieser gefällt." I

hr Fazit bis jetzt? "Ich würde danach gerne in diesem Bereich weitermachen. Ich bewerbe mich erst einmal für eine Ausbildung zur Krankenpflegehelferin und im Anschluss hier an der Berufsfachschule."

Freiwilliges Soziale Jahr:

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) steht allen jungen Menschen von 16 bis 27 Jahren offen. Es beginnt am 1. September eines Jahres und dauert in der Regel zwölf Monate. Das Krankenhaus St. Barbara arbeitet im Bereich FSJ mit dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) zusammen und bietet bis zu fünf FSJ-Plätze. Die Bewerbung erfolgt direkt beim BRK Kreisverband Regensburg (Telefon 0941/79605-1552, www.brk.de/kontakt/fwd-regensburg/). Hier gibt es auch weitere Informationen.

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