Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Schwandorf, der den Landkreis Schwandorf, den Landkreis Cham, die Stadt Amberg und den Landkreis Amberg-Sulzbach umfasst, blieb 2025 von den Auswirkungen der Konjunkturschwäche nicht unberührt. Dies zeigt sich insbesondere in Form steigender Arbeitslosenzahlen, einer sinkenden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und einer rückläufigen Nachfrage nach Arbeitskräften, wie Siegfried Bäumler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schwandorf, mitteilt.
Im Jahresdurchschnitt 2025 stieg die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk Schwandorf um 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 9437 Personen an. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent, den höchsten Wert seit 2010. Von den Arbeitslosen sind 5337 Personen dem Rechtskreis SGB III (Arbeitsagentur) und 4100 Personen dem Rechtskreis SGB II (Jobcenter) zuzuordnen. Der Anstieg in der Arbeitslosenversicherung war mit 14,0 Prozent deutlich größer als im Jobcenter mit 1,6 Prozent.
Rückgang bei Stellenmeldungen
Im Jahr 2025 wurden 5320 offene Stellen gemeldet, was einem Rückgang von 19,6 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Trotz der über 5 000 freien Stellen können diese nicht einfach durch den Überhang an Arbeitslosen gedeckt werden, da Arbeitsangebot und -nachfrage nicht deckungsgleich sind. Rund 80 Prozent der Betriebe suchen Fachkräfte, während nur etwa 40 Prozent der Arbeitslosen über eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen höheren Abschluss verfügen. „Dies zeigt die Wichtigkeit einer beruflichen Ausbildung. Wer eine abgeschlossene Ausbildung hat, ist deutlich seltener von Arbeitslosigkeit betroffen und verfügt über wesentlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, betont Siegfried Bäumler.
Kurzarbeit als Instrument
Die Unternehmen im Agenturbezirk Schwandorf nutzten auch 2025 das Instrument der Kurzarbeit, um die Beschäftigten angesichts der teils schwierigen konjunkturellen Lage im Betrieb zu halten. Die Anzahl der Betriebe mit realisierter Kurzarbeit blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich, während die Zahl der Beschäftigten in Kurzarbeit um 27 Prozent höher lag. „Die aktuelle wirtschaftliche Unsicherheit und anstehende strukturelle Veränderungen in großen Teilen der Industrie sind Gründe, warum das Instrument der Kurzarbeit nach wie vor in Anspruch genommen wird“, erklärt Bäumler.
Im Jahr 2025 ging die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten leicht zurück. Zum Stichtag 30. Juni 2025 waren 172.504 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 846 weniger als im Vorjahr. Der kontinuierliche Anstieg der Beschäftigung erreichte 2023 seinen Höchststand. Seitdem ist ein leichter, aber kontinuierlicher Rückgang zu beobachten. Dies hat nur zum Teil mit der Schwächung der Beschäftigungsdynamik zu tun. Erstmals in der Geschichte der Beschäftigtenstatistik ist die Beschäftigung deutscher Staatsangehöriger angesichts der demographischen Entwicklung rückläufig. Der notwendige Beschäftigungsaufwuchs findet nur noch bei ausländischen Staatsangehörigen statt, vorwiegend durch Zuwanderung aus Drittstaaten.
Ausblick auf 2026
„Voraussichtlich wird der Arbeitsmarkt zunächst auch im Jahr 2026 mit den vorgenannten Herausforderungen konfrontiert bleiben. Die fortschreitende Transformation, vor allem in der Industrie, wird die Entwicklung weiterhin maßgeblich beeinflussen. Angesichts weltpolitischer Unsicherheiten, einer verhaltenen Nachfrage und den genannten strukturellen Herausforderungen ist eine rasche Trendwende nicht erkennbar“, sagt Siegfried Bäumler.
Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.













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