Schwandorf
14.10.2018 - 23:42 Uhr

Jubel bei den Grünen: "Ein Wahnsinns-Ergebnis"

Der Direktkandidat der Grünen im Stimmkreis Schwandorf, Benjamin Quaas, sieht die klare Themensetzung seiner Partei als Gründe für den Erfolg. Mit seinem persönlichem Abschneiden ist er "super zufrieden".

Der Direktkandidat von Bündnis 90/Die Grünen, Benjamin Quaas (links) und Bezirksvorsitzende Tina Winklmann freuen sich gemeinsam über den Wahlerfolg.	Bild: Hösamer Bild: ch
Der Direktkandidat von Bündnis 90/Die Grünen, Benjamin Quaas (links) und Bezirksvorsitzende Tina Winklmann freuen sich gemeinsam über den Wahlerfolg. Bild: Hösamer

(ch) Benjamin Quaas reckt beide Daumen nach oben: "Für uns ist das ein Wahnsinns-Ergebnis", freut sich der Direktkandidat im Stimmkreis 306 von Bündnis 90/Die Grünen. Als die erste Prognose bei der Wahlparty im "Al Gambero" in Teublitz bekannt wird, bricht Jubel aus unter den gut 20 Anhängern, Freunden und Familie, die mit Quaas fiebern. Dass die Grünen am Ende im Stimmkreis deutlich weniger Stimmen holen, kann die Freude kaum schmälern, auch nicht bei Bezirksvorsitzender Tina Winklmann, die später zur Feier stößt.

"Wir haben unsere Themen nicht gewechselt", macht Quaas als Erfolgsrezept der Grünen aus. "Wir haben nicht nach links und rechts geschielt wie die anderen Parteien." Ökologie, Menschlichkeit und Europa, darauf habe die Partei gesetzt. "Ich bin relativ neu im Landkreis und noch kein so bekanntes Gesicht", blickt der Geograph, der in Saltendorf bei Teublitz wohnt, auf sein eigenes Ergebnis. Gerade deshalb sei er mit den knapp 8 Prozent zufrieden, die er als Direktkandidat erreicht hat.

Die Grünen haben im Stimmkreis ebenfalls gut zugelegt, sind mit 9,33 Prozent allerdings weit entfernt vom Bayern-Ergebnis. "Wir haben ein Großstadt-Land-Gefälle. Wir haben schon diskutiert, an was das liegen könnte. Das müssen wir noch analysieren", sagte Quaas. Am Sonntagabend überwiegt aber auf jeden Fall die Freude. "Ich bin super zufrieden. Ich glaube, wir haben einen guten Wahlkampf gemacht. Natürlich sind wir dabei auch auf der Welle geritten", strahlt Quaas. Die beiden Spitzenkandidaten Katharina Schulze und Ludwig Hartmann seien gut angekommen.

"Wir freuen uns wahnsinnig", erklärt auch Bezirksvorsitzende Tina Winklmann, "wir haben unsere Stimmen verdoppelt". Sie geht davon aus, dass künftig mindestens zwei Abgeordnete aus der Oberpfalz in den Landtag einziehen werden. "Wir haben mit Themen geworben, die Mut machen, nicht mit solchen, die mit der Angst spielen. Das hat uns nach vorne gebracht", sagte die Bezirksvorsitzende. Eine Koalition mit der CSU? "Natürlich wollen wir regieren," sagte Quaas selbstbewusst, "aber nicht um jeden Preis." Die Einstellung des Ministerpräsidenten Markus Söder zu Geflüchteten "geht gar nicht", das Polizeiaufgabengesetz müsse wieder geändert werden. "Das Ergebnis ist schon eine Bank", ist der Direktkandidat überzeugt. Auch aus der Opposition heraus würden die Grünen eine starke Rolle spielen. Besonders auch in den letzten Tagen des Wahlkampfs habe er viel Unterstützung für die Grünen an den Infoständen erlebt.

Über seine eigenen Chancen hält sich Quaas noch bedeckt. "Da warte ich mal, bis die Ergebnisse des Landeswahlleiters kommen." Ihm sei auch erst in den vergangenen Wochen klar geworden, dass die Chance, in den Landtag einzuziehen, konkret werden könnte.

Benjamin Quaas (rechts) verfolgt mit einigen seiner Unterstützer die Entwicklung der Wahlergebnisse. Bild: ch
Benjamin Quaas (rechts) verfolgt mit einigen seiner Unterstützer die Entwicklung der Wahlergebnisse.
 
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