11.10.2018 - 14:19 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Keine Angst mehr vor Wasser

Am Ende der Grundschule soll jedes Kind schwimmen können. Dieses Ziel haben sich Schwimmlehrer Peter von der Sitt und Bäderleiter Rüdiger Frey gesetzt. Die Aktion "Kinder müssen schwimmen können" geht heuer in die zweite Runde.

Nach einer Woche konnten fast alle Kinder schwimmen und sprangen sogar vom Einmeterbrett ins Wasser.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Mit dem Schwimmunterricht erreichen die Veranstalter heuer 267 Kinder aus 13 Schwandorfer Grundschulklassen. Die Schüler haben eine Woche lang täglich zwei Stunden Schwimmunterricht im Hallenbad Dachelhofen. Dem Klassenlehrer stehen jeweils zwei Schwimm-Meister zur Seite. Peter von der Sitt, Schwimmreferent des bayerischen Kultusministeriums und Lehrer an der Schule in Dachelhofen, zog nach der ersten Projektwoche eine positive Bilanz und stellte fest: "Fast alle Kinder haben nach einer Woche schwimmen gelernt".

Die Mädchen und Buben traten auch gleich den Beweis an, sprangen vom Ein-Meter-Brett ins Wasser und schwammen los. Manche wagten sogar den Sprung aus drei Metern Höhe. Sehr zur Freude von Schulrat Jürgen Bomertl, der feststellte: "Schwimmen gehört zum Leben, keiner soll Angst vor dem Wasser haben". Die Aktion läuft noch bis Ende des Monats. Peter von der Sitt weiß um die Probleme im regulären Schwimmunterricht. Der Lehrer müsse differenzieren und könne sich den Schülern mit unterschiedlichen Voraussetzungen nur unzureichend widmen. Während der Aktionswochen teilen zwei Schwimmlehrer und der Klassenlehrer die Kinder in Gruppen auf und fördern sie nach deren Leistungsvermögen.

Schulrat Jürgen Bomertl dankte der Stadt für die Bereitstellung von Schwimmhalle und Personal sowie den übrigen Schulen für das Verständnis. Das Bad sei einen Monat lang belegt. Bomertl ermunterte die Kinder, nicht nachzulassen im Training und mit den Eltern fleißig schwimmen zu gehen.

Bäderleiter Rüdiger Frey bedauerte, dass der Schul- und vor allem der Schwimmsport stiefmütterlich behandelt werde und viele Schulleiter organisatorische Gründe vorschieben, um die Kinder vom Schwimmunterricht fernzuhalten. 47 Kinder der Grundschule Ettmannsdorf waren in der vergangenen Woche an der Reihe. Bis auf drei konnten am Ende alle schwimmen.

Rektorin Gabriele Moser bedankte sich bei den Schwimmlehrern Daniela Fritz, Christa Schweiger und Michael Mageth mit einem Geschenk.

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