29.04.2021 - 11:37 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Keine Maikundgebung in Schwandorf: DGB betont Solidarität in der Krise

DGB-Ortskartellvorsitzender Tom Hiltl und Kreisverbandsvorsitzender Wolfgang Kurzendorfer betonen die Bedeutung der Solidarität in Krisenzeiten.
von Externer BeitragProfil

Der 1. Mai ist ein symbolträchtiger Tag: der Tag der Arbeit. Weltweit demonstrieren Menschen aus der Arbeiterklasse an diesem Tag für fairere Arbeitsbedingungen - seit mehr als 160 Jahren. Auch in Schwandorf findet jedes Jahr eine Maikundgebung statt, organisiert vom Ortskartell und Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) - traditionell am 1. Mai im Stadtpark. Doch auch in diesem Jahr macht das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung.

"Solidarität ist Zukunft" ist das Motto der DGB-Gewerkschaften zum diesjährigen Tag der Arbeit. "Die Solidarität, die die weltweite Ausbreitung des Coronavirus uns allen abverlangt, zwingt uns auch in diesem Jahr zu dieser Entscheidung. Schweren Herzens müssen wir die 1. Mai Kundgebung dieses Jahr leider wieder absagen", so DGB-Ortskartellsvorsitzender Tom Hiltl. Solidarität heißt wie auch letztes Jahr: Abstand halten! Die Corona-Pandemie sei eine enorme Belastung für die Gesellschaft. Sie zeige, welche Ungerechtigkeiten und Probleme existieren und sie verschärft viele dieser Konflikte.

Es sei nachvollziehbar, wenn viele Menschen in diesem Land gestresst und frustriert sind, Ängste und Sorgen haben und die Krisenpolitik der Bundesregierung kritisch hinterfragen. Kritik an der Krisenpolitik sollte laut DGB dort eine Grenze haben, wo die Gesundheit und das Leben Anderer gefährdet werden, kritisiert der Ortskartellvorsitzende: "Wer das Virus und seine Gefahren schlicht leugnet und darauf pocht, sich an keine Abstands- und Hygieneregeln halten zu wollen, kritisiert nicht die staatliche Autorität, sondern ist nur rücksichtslos egoistisch und unsolidarisch. Niemand darf die Pandemie als Vorwand nehmen, um Demokratieverachtung, Verschwörungserzählungen, Antisemitismus und Hass Gehör zu verschaffen."

Neben Aktionen vor Ort wird der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) wie im vergangenen Jahr wieder einen Livestream zum 1. Mai senden. Denn eines ist ihm in diesen Zeiten wichtiger denn je: "Zeigen, dass die Gewerkschaften für die Menschen in diesem Land aktiv sind", so Katja Ertl, Regionssekretärin vom DGB Oberpfalz. Katja Ertl weiter: "Solidarität ist Zukunft" ist das Motto der DGB-Gewerkschaften zum diesjährigen Tag der Arbeit. Und Solidarität wird auch der rote Faden für den Livestream am 1. Mai sein. Mit einem abwechslungsreichen dynamischen Programm aus Politik, Kultur-Acts, Talks und Mitmachaktionen knüpft der DGB an den Erfolg des digitalen Tags der Arbeit im vergangenen Jahr an - als erstmals in der Geschichte des DGB keine Mai-Kundgebungen auf Straßen und Plätzen stattfanden.

Die Aktionen des DGB vor Ort ebenso wie der Livestream werden am 1. Mai 2021 ein "Netz der Solidarität" spannen: Mit Bildern von Mai-Aktionen aus vielen Städten, mit Statements von Gewerkschaftsmitgliedern und Beschäftigten aus ganz Deutschland, mit Forderungen der Gewerkschaften an die Parteien für eine gerechtere Politik im Bundestagswahljahr und mit der klaren Botschaft: "Die Krise meistern wir nur gemeinsam - denn Solidarität ist Zukunft".

Gesendet wird der rund 90-minütige Livestream aus der DGB-Zentrale in Berlin am 1. Mai ab 14 Uhr über Facebook, Youtube und die DGB-Webseite. Mit dabei sind auch in diesem Jahr wieder namhafte Künstler in einem bunten, politischen Programm von Poetry-Slam bis zum "größten Chor Deutschlands", so die Regionssekretärin Katja Ertl abschließend.

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