21.01.2019 - 11:39 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Klärschlamm: SPD will klares Signal

Antrag im Kreistag angekündigt

von Clemens Hösamer Kontakt Profil

In absehbarer Zeit läuft die Klärschlammtrocknungsanlage beim Müllkraftwerk. Damit rückt auch das Thema der Verbrennung des Reststoffs samt Rückgewinnung des Phosphors in den Blickpunkt. Der Schwandorfer Stadtrat hat im Oktober 2017 - gegen die Stimmen der CSU und Oberbürgermeister Andreas Feller - einen Grundsatzbeschluss gefällt, dass in Schwandorf keine Monoverbrennungsanlage gebaut werden soll.

Diese Forderung nimmt auch die Landkreisspitze der SPD auf. "Wir unterstützen die Stadt Schwandorf bei ihrem Nein zum Bau einer Klärschlammverbrennungsanlage und erwarten auch vom Landkreis ein klares Bekenntnis", schreiben SPD-Kreisvorsitzender Peter Wein, die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Evi Thanheiser, die Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder sowie der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Franz Schindler in einer Pressemitteilung. Eine weitere Verbrennungsanlage sei den Bürgern der Stadt nicht mehr zumutbar. "Die SPD im Landkreis fordert, die Karten auf den Tisch zu legen und etwaige Pläne, die den Bau einer Monoverbrennungsanlage für getrocknete Klärschlämme in Schwandorf betreffen, aufzugeben", heißt es. Deshalb brauche es ein klares Signal, auch wenn noch keine endgültige Entscheidung über den Bau einer Verbrennungsanlage gefallen sei.

Leider habe sich die CSU, der Landrat sowie der Schwandorfer Oberbürgermeister bis heute nicht zu einer klaren Aussage oder Ablehnung durchringen können, schreibt die SPD. Mit ihrem Spiel auf Zeit verunsichere die CSU die Bevölkerung. Auch der Landrat müsse sich erklären, wie er es mit der Klärschlammverbrennung in Schwandorf hält."Der Landkreis Schwandorf leistet mit dem Müllkraftwerk seinen Beitrag zur Müllentsorgung und ist nicht verpflichtet, auch noch getrocknete Klärschlämme aus einem riesigen Einzugsgebiet zu verbrennen." Die SPD-Führung kündigt an, demnächst auch im Kreistag einen Grundsatzbeschluss zu beantragen.

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