Schwandorf
30.11.2023 - 09:03 Uhr

Kommunale Dankurkunden für Politiker und Heimatpfleger

Wer sich mindestens 18 Jahre ehrenamtlich auf kommunaler Ebene engagiert, bekommt eine staatliche Dankurkunde. Landrat Thomas Ebeling verlieh die Auszeichnung an vier Kommunalpolitiker und einen Ortsheimatpfleger.

Die Empfänger der kommunalen Dankurkunde mit ihren Bürgermeistern (von links): Georg Hoffmann, Walter Spirk, Thomas Neidl, Thomas Falter, Rudolf Teplitzky, Peter Forster, Heike Faltermeier, Alois Wittmann, Anita Forster, Richard Brunner und Landrat Thomas Ebeling. Bild: Hirsch
Die Empfänger der kommunalen Dankurkunde mit ihren Bürgermeistern (von links): Georg Hoffmann, Walter Spirk, Thomas Neidl, Thomas Falter, Rudolf Teplitzky, Peter Forster, Heike Faltermeier, Alois Wittmann, Anita Forster, Richard Brunner und Landrat Thomas Ebeling.

„Es wird als Mandatsträger immer schwieriger, seine Meinung öffentlich zu vertreten“, sagte Landrat Thomas Ebeling bei der Verleihung staatlicher Dankurkunden am Mittwoch im Landratsamt. Deshalb gebühre den langjährigen Kommunalpolitikern besonderer Respekt. "Sie haben sich", so heißt es in der Würdigung, "um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht". Die Kandidaten können sich nicht selbst vorschlagen, die Anregung muss von den Gemeinden oder Landkreisen kommen.

„Die Mandatsträger gestalten und leben kommunale Selbstverwaltung und sind eine wichtige Säule der Demokratie“, betonte der Landrat in seiner Laudatio. Mit der Ehrung soll der Bevölkerung die Bedeutung des kommunalen Ehrenamtes bewusst gemacht werden. Ebeling bedankte sich im Namen des Landkreises bei den geehrten Persönlichkeiten für das langjährige Wirken zum Wohle der Allgemeinheit und überreichte die Urkunden im Namen des bayerischen Innenministers.

Viele Jahre in der Kommunalpolitik

Richard Brunner gehörte von 1996 bis 2002 dem Gemeinderat Dieterskirchen an und kehrte nach einer Pause 2008 zurück. Seit 2014 ist er stellvertretender Bürgermeister und Sprecher der CSU-Fraktion des Gemeindeparlaments. Thomas Falter stieg 2005 in die Kommunalpolitik ein. Zunächst als Gemeinderat und Sprecher der CSU-Fraktion, ab 2008 als zweiter und seit 2011 als erster Bürgermeister der Gemeinde Wackersdorf. Der Rathaus-Chef ist außerdem Vorsitzender des Schulverbandes und der Gemeinschaftsversammlung sowie stellvertretender Vorsitzender der Zweckverbände Oberpfälzer Seenland und Kläranlage Schwandorf-Wackersdorf. Ferner gehört Thomas Falter dem Bayerischen Gemeindetag, dem Sparkassen-Verwaltungsrat und dem Kreistag Schwandorf an.

Peter Forster ließ sich 2002 erstmals in den Stadtrat Oberviechtach wählen und übte acht Jahre lang das Amt des dritten Bürgermeisters aus. Genauso lange gehört Walter Spirk dem Gemeinderat von Bodenwöhr an. Er ist ferner Mitglied im Zweckverband „Abwasserbeseitigung Sulzbachtal“. Alois Wittmann übt seit 26 Jahren das Ehrenamt des Ortsheimatpflegers aus und widmet sich dem Erhalt des kulturellen Erbes seines Heimatmarktes Bruck.

Sorgen um das Ehrenamt

Stellvertretend für seine Kollegen gratulierte Bodenwöhrs Bürgermeister Georg Hoffmann den Jubilaren zu der Auszeichnung und zollte ihnen Respekt für den Mut, sich gerade in dieser schwierigen Zeit politisch zu engagieren. „Die Zeit, Geschenke zu verteilen, ist vorbei“, findet Hoffmann. Bei den Kommunen sei Sparkurs angesagt. In dieser Zeit könne sich ein Mandatsträger keine Freunde machen, sondern müsse sich eher der Kritik aussetzen. Sorgen macht sich der Bodenwöhrer Bürgermeister auch um das Ehrenamt, „das sich nach Corona gerade den Weg aus der Krise sucht".

An der Feierstunde im "Blickpunkt" des Landratsamtes nahmen auch die Bürgermeister Anita Forster (Dieterskirchen), Heike Faltermeier (Bruck), Thomas Neidl (Wackersdorf), Rudolf Teplitzky (Oberviechtach) und Georg Hoffmann (Bodenwöhr) teil.

Hintergrund:

Kommunale Dankurkunde

  • Vorschlagsrecht: Landkreis oder Gemeinde
  • Empfänger: Mandatsträger, Ortssprecher, Feuerwehrleute, Feldgeschworene und Heimatpfleger
  • Voraussetzung: Mindestens 18 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit
  • Verleihung: Der Innenminister delegiert die Urkundenverleihung in der Regel an die Landräte.
 
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