15.07.2019 - 14:58 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Kulturelles Bindeglied

Das meiste Geld kommt vom Freistaat, aber auch der Landkreis gibt einen beachtlichen Kostenzuschuss. Und das gerne: Das Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee hat sich zu einer Kulturinstitution ersten Ranges entwickelt.

Treffen und Veranstaltungen jeder Art prägen das öffentliche Gesicht des Centrum Bavaria Bohemia in Schönsee, etwa dieser Sommerempfang.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Immer mehr Kulturakteure schätzen das CeBB als die Adresse für grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit.

Veronika Hofinger, CeBB-Leiterin

Veronika Hofinger, CeBB-Leiterin

Grenzüberschreitend seit 2006:

Seit seiner Gründung im Jahr 2006 ist das Centrum Bavaria Bohemia (CeBB) Anlaufstelle für Kulturinter-essierte aus den bayerischen und tschechischen Nachbarregionen. Als Veranstaltungs- und Informationsort, als Koordinator und Umsetzungspartner grenzüberschreitender Projekte hat sich das CeBB einen festen Platz in der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit erobert und sich als kulturelles Bindeglied zwischen den bayerischen und tschechischen Nachbarregionen etabliert. Viele Angebote des CeBB im Jahr 2018 wurden im Rahmen des Projekts "Kultur ohne Grenzen - Begegnung Bayern Böhmen" des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds umgesetzt.

Veronika Hofinger, seit eineinhalb Jahren Leiterin des Centrum Bavaria Bohemia, kurz CeBB, präsentierte dem Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik des Landkreises die Schwerpunkte der Arbeit im vergangenen Jahr. Grund war die jährliche Bitte um einen Zuschuss, dessen Summe bei 25 000 Euro liegt. Mit diesem Geld, "Grundförderung" genannt, unterstützt der Kreis das CeBB und dessen grenzüberschreitende Kulturvermittlung. Sie erfolgt im wesentlichen durch das Projekt "Kultur ohne Grenzen - Begegnung Bayern Böhmen".

Die Entscheidung über die Grundförderung wird seit 2014 mit einem Bericht des CeBB im Ausschuss für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik verbunden. Um es vorweg zu nehmen: Natürlich hatte der Ausschuss auch in diesem Jahr nichts dagegen einzuwenden, das Geld zu überweisen, so dass das CeBB auch 2020 über die gewohnten 25 000 Euro aus der Kreiskasse verfügen kann.

14 000 Besucher

Wie Veronika Hofinger erläuterte, werde das Geld im Projekt "Kultur ohne Grenzen" für grenzüberschreitende Schul- und Kulturprojekte, für die Zweisprachigkeit bei Veranstaltungen und Veröffentlichungen, sowie ganz allgemein für Kulturinformation, -vernetzung und- kooperation ausgegeben. Von den 70 000 Euro an Jahreskosten für das Projekt zahlt der Deutsch-Tschechische Zukunftsfonds die Hälfte, den Rest muss das CeBB aufbringen. Projektpartner ist im nächsten Jahr die Stadt Planá bei Marienbad.

Hofinger wies darauf hin, dass das Centrum Bavaria Bohemia im Jahr 2018 rund 14 000 Besucher registrierte. In 62 öffentlichen Veranstaltungen widmete sich das CeBB einem breiten kulturellen Themenspektrum, es gab 30 Workshops und Aktionstage für bayerische und tschechische Schüler. Sie fanden als Teil des Projekts "Kultur ohne Grenzen" an bayerischen und tschechischen Schulen statt. 322 nichtöffentliche Termine gab es 2018 - im CeBB oder vom CeBB an anderen Orten organisiert - im Bereich Gruppen- und Schulbesuche, Medientermine, grenzüberschreitende Treffen, Konferenzen und Besprechungen (zum Vergleich: 181 interne Termine waren es 2017).

Täglich Anfragen

Diese "grenzüberschreitende Basisarbeit" sieht das CeBB seit der Eröffnung im Jahr 2006 als wichtige Aufgabe, entsprechend der Zielrichtung "vom Nebeneinander zu mehr grenzüberschreitendem Miteinander". "Dieses Engagement steigerte sich seit den Anfangsjahren kontinuierlich, da immer mehr Kulturakteure und Kulturinteressierte das CeBB als die Adresse für grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit zu schätzen gelernt haben", berichtete Veronika Hofinger. Das CeBB habe sich als Anlaufstelle für beide Seiten etabliert: "Die täglich eingehenden Anfragen und Wünsche bewegten sich 2018 in einem sehr breiten Spektrum."

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