13.03.2019 - 15:56 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Landestheater Oberpfalz bekommt mehr Geld

Der Kulturausschuss erhöht in der Dienstagssitzung den Zuschuss auf 25 000 Euro. Die Spielstätten in Neusath und Nabburg sind mittlerweile etabliert.

Das Landestheater Oberpfalz lässt „Die Geierwally“ im Freilandmuseum Neusath aufführen.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

das vor neun Jahren gegründete Landestheater Oberpfalz (LTO) ist längst in der Nordoberpfalz angekommen. Und auch in und um Schwandorf. Jeder fünfte Besucher kommt laut LTO-Geschäftsführer Wolfgang Meidenbauer aus dem Landkreis, wie er in der Dienstagssitzung des Ausschusses für Schulen, Sport und Kultur erklärte. Das hat auch mit der Tatsache zu tun, dass mittlerweile Neusath (im Freilandmuseum wird "Die Geierwally" gezeigt) und die Spitalkirche in Nabburg zu den Spielstätten zählen. Außerdem bahnt sich die Zusammenarbeit des LTO mit einer östlichen Gemeinde im Zuge des vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung geförderten Projekts "Zwischenspielraum" an. Dabei geht es um die Belebung von dörflichen Immobilien-Leerständen.

Das LTO hat in den vergangenen Jahren sein Engagement in der Region erhöht. Dafür gab es vom Landkreis zunehmend mehr Geld. 2015 waren es noch 7000 Euro, 2016 dann 14 000 Euro und in den vergangenen beiden Jahren 20 000 Euro. Nun beantrage Meidenbauer eine Erhöhung um weitere 5000 Euro. Er begründete das mit einem Minus von 15 000 Euro in der Haushaltsplanung für das aktuelle Jahr, das auf die Tariferhöhung für Darsteller zurückgehe. Der Geschäftsführer betonte: "Ohne professionelle Schauspieler können wir Qualität nicht garantieren."

Jakob Scharf, der als ständiger Vertreter des Landkreises im Beirat des LTO sitzt, unterstützte den Antrag: "Das ist gut angelegtes Geld für unsere Landkreis-Bürger." Dagegen plädierte Armin Schärtl (SPD) dafür, bei 20 000 Euro zu bleiben. Er und seine Parteigenossen wollten den Betrag lieber auf Dauer angesetzt wissen - "im Sinne der Nachhaltigkeit". Der Nabburger Bürgermeister erklärte: "Wir haben zwei Theatergruppen in unserer Stadt, die zwar keine Profischauspieler beschäftigen, aber keinen Cent bekommen." Auch Heidi Eckl (ÖDP) schlug in dieselbe Kerbe: "Ich will die künstlerische Leistung nicht absprechen, aber andere Theatergruppen und Kulturschaffende bekommen kein Geld." Deshalb hätte sie den Zuschuss gerne gedeckelt gehabt. Letztlich stimmten die Kreisräte aber mit 9:4 gegen die Stimmen der SPD-Vertreter und Eckl für eine Erhöhung. Die gute Haushaltslage (wir berichteten) lasse das zu, erklärte Landrat Thomas Ebeling.

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