Schwandorf
15.04.2020 - 16:26 Uhr

Landkreis Schwandorf in Sorge um ein Behindertenheim

Die neuen Coronafälle steigen im Raum Schwandorf eher langsam. Aber: Sorge bereitet ein Behindertenheim im östlichen Kreisgebiet. Ein Teil der Bewohner muss verlegt werden.

t Symbolbild: Christophe Gateau
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Im Landkreis Schwandorf sind im Laufe des Mittwochs zehn neue Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Die Zahl der positiv getesteten Personen ist damit inzwischen auf 372 angestiegen. Davon gelten 184 Personen als genesen. Sorgen bereitet die Situation in einem Behindertenheim.

Im Sepp-Simon-Stadion in Schwandorf wurden von der Inbetriebnahme am 30. März bis zum Gründonnerstag, 9. April, an neun Werktagen insgesamt 464 Personen aus dem gesamten Landkreis getestet. 247 Testungen nahm das Gesundheitsamt vor, 217 die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB). Vereinzelt standen ganze Familien auf den Terminlisten.

Das vom Landratsamt erbetene weitere Hilfskontingent der Bundeswehr nimmt am Donnerstag die Arbeit auf, nachdem es am Mittwoch eingewiesen wurde. Acht Soldaten unterstützen jetzt den Katastrophenschutz des Landkreises im Kampf gegen das Coronavirus. Die Soldaten sind an den Testzentren in Schwandorf und Nabburg und auch am St. Barbara-Krankenhaus im Screening-Bereich tätig. Die Bewachung von Einrichtungen gehört nicht zum Auftrag der Bundeswehr.

Mit Sorge verfolgen die Verantwortlichen im Landratsamt die Situation in einem Behindertenheim im östlichen Landkreis. Am Mittwoch wurde dort eine Reihenuntersuchung vorgenommen. Aus Vorsorgegründen wurde für alle Bewohner und Mitarbeiter das Tragen von Mund-Nasen-Schutz und eine weitgehende Isolation angeordnet. Entsprechende Schutzausrüstung wurde vom Landratsamt für vorerst zwei Wochen geliefert. Um die baulich beengte Situation zu entzerren, wurde ein Viertel der Bewohner in die Krankenhäuser in Burglengenfeld und Schwandorf verlegt. Rettungsdienste und weitere Transportkapazitäten sind informiert. "Die Entwicklung der Lage wird betont aufmerksam beobachtet", sagte dazu Landratsamtssprecher Hans Prechtl. Wenn notwendig, würden auch weitere Verlegungen in Kliniken erfolgen.

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