Schwandorf
27.01.2021 - 16:50 Uhr

Landkreis Schwandorf: Über 4600 Stiche gegen das Virus

Der Impfbetrieb nimmt Fahrt auf: Am Mittwoch wurde die „erste Runde“ in den 20 Alten- und Pflegeheimen im Landkreis Schwandorf abgeschlossen. 3400 Menschen haben bislang die von vielen ersehnte Spritze erhalten.

Im Zentrum im ehemaligen Nabburger Krankenhaus wurden bis zum Dienstag 1860 Impfungen verabreicht. Symbolbild: cv
Im Zentrum im ehemaligen Nabburger Krankenhaus wurden bis zum Dienstag 1860 Impfungen verabreicht.

Gute Nachricht: Mit einem Impftermin im Elisabethenheim Schwandorf wurde am Mittwoch die "erste Runde" der Impfungen in den 20 Alten- und Seniorenheimen des Landkreises abgeschlossen. Das bestätigte Landratsamts-Sprecher Hans Prechtl.

In acht Senioreneinrichtungen wurde bereits die zweite Impfung verabreicht. In weiteren zehn Heimen erfolgt die "zweite Runde" zwischen 30. Januar und 7. Februar. In einem Heim ist die Zweitimpfung nicht nötig, da alle Bewohner positiv waren", teilte Prechtl mit. Solange der Impfstoff knapp ist, empfehle dieses Vorgehen auch die Impfkommission (siehe Kasten). Ab Ende der Woche werden laut Prechtl die mobilen Teams mit den ersten Impfungen in den Behindertenheimen im Landkreis beginnen.

Bis einschließlich Dienstag wurden damit im Landkreis 4630 Impfdosen verabreicht, davon 1390 seit dem 21. Januar. Die 4630 Impfungen gingen an 3400 Personen, von denen 1230 bereits die zweite Dosis erhalten haben. Die Impfquote liegt damit im Landkreis bei 2,3 Prozent. Seit Beginn der Kampagne wurden somit 2300 Impfungen in Heimen, 1860 im Impfzentrum in Nabburg und 470 in Krankenhäusern verabreicht. Bei den bereits zweimal geimpften Personen, bei denen die Impfserie abgeschlossen ist, handelt es sich um 630 Bewohner und Beschäftigte in Seniorenheimen, 450 Geimpfte im Impfzentrum in Nabburg und 150 Beschäftigte in Krankenhäusern.

Einige Seniorenheime im Landkreis meldeten in den vergangenen Wochen neue Coronafälle unter Bewohnern und teils auch unter Mitarbeitern. Im Elisabethenheim Schwandorf waren es Stand Montag 21 Bewohner und 3 Mitarbeiter, in St. Elisabeth Bruck 16 Senioren und 3 Mitarbeiter, im Haus Valentin (Nittenau) 11 Bewohner und 2 Mitarbeiter und im Haus "Phönix" in Maxhütte-Haidhof 9 Bewohner und 3 Mitarbeiter. In Wernberg-Köblitz "Am Sand" waren am Dienstag 19 Bewohner und 3 Mitarbeiter gemeldet. Wie viele der Betroffenen in den Seniorenheimen bereits geimpft waren, könne er aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht nicht mitteilen, so Prechtl.

Auch, wer schon geimpft ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen an Covid erkranken:

  • Der Geimpfte kann sich vor der Impfung infiziert gewesen sein. Die Inkubationszeit beträgt fünf bis sechs Tage.
  • Die Ansteckung erfolgte kurz nach der Impfung: Die volle Wirkung entfaltet der Impfstoff in der Regel eine Woche nach der zweiten Dosis.
  • Der Impfstoff schützt generell nicht hundertprozentig vor einer Infektion. In der Regel verläuft die Erkrankung dann aber mit milderen oder sogar keinen Symptomen.
Oberpfalz25.05.2022
Hintergrund:

Empfehlung des RKI

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt zur Impfung von bereits Covid-19-Infizierten:

  • Das RKI geht davon aus, dass Personen, die von einer Corona-Infektion oder COVID-19 genesen sind, zumindest vorübergehend über einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung verfügen.
  • Dauer und Qualität des Schutzes sind noch unklar. Die Impfkommission sieht daher grundsätzlich die Notwendigkeit einer Auffrischimpfung nach durchgemachter Infektion.
  • Personen, die gesichert eine Corona-Infektion durchgemacht haben, sollten vorerst nicht geimpft werden. So kann der Impfstoff für die Personen verwendet werden, die bisher weder erkrankt waren noch geimpft sind.
 
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