Schwandorf
03.12.2021 - 18:37 Uhr

Landkreis Schwandorf wechselt Farbe auf der Corona-Karte

Die Corona-Inzidenz im Landkreis Schwandorf liegt jetzt knapp unter 500. Das hat nur einen Farbwechsel auf der RKI-Karte zur Folge. Ein weiterer Heimbewohner, der mit dem Virus infiziert war, starb.

Symbolbild: Christophe Gateau

Mit 163 Fällen vom Donnerstag stieg die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Schwandorfer Landkreisgebiet zwar auf 13 823, die Sieben-Tage-Inzidenz sank aber leicht auf 499,1 (Donnerstag: 505,8), da mehr Fälle aus dem Sieben-Tage-Zeitraum herausgefallen als neue hinzugekommen sind. Im Covid-19-Dashboard des Robert-Koch-Instituts wechselte der Landkreis Schwandorf damit die Farbe von pink auf dunkelrot. Das mag zwar eine psychologische Komponente sein, rechtliche Auswirkungen sind mit dem Unterschreiten der 500er-Inzidenz aber nicht verbunden. Am Freitag sind zunächst 104 neue Infektionen identifiziert worden (Stand gegen 18.30 Uhr). Mit dem Tod eines 83-jährigen Heimbewohners erhöhte sich die Zahl der mit oder an Corona Verstorbenen auf 202.

Im Naab-Residenz Pflegeheim in Schwandorf sind jetzt insgesamt fünf Bewohner und zwei Mitarbeiter betroffen. Zwei Bewohner, die ungeimpft sind, werden stationär behandelt. Für Nachfragen beim Landratsamt haben die mitgeteilten hohen Fallzahlen der Coronafälle aus dem Elisabethenheim in Schwandorf und dem Alten- und Pflegeheim in Oberviechtach gesorgt. Die Pressestelle betont deshalb, dass im Gegensatz zu den Tagesmeldungen der Taskforce Pflege des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), die den aktuellen Tagesstand in einer Einrichtung mit den augenblicklich in einer Einrichtung befindlichen Infizierten meldet, das Gesundheitsamt einen Überblick darüber gibt, wie viele Personen insgesamt im Laufe eines Ausbruchgeschehens betroffen waren oder noch sind. Die Zahlen werden also solange aufaddiert, bis ein Ausbruchsgeschehen offiziell für beendet erklärt worden ist. Die am Donnerstag vermeldeten Zahlen bedeuten daher nicht zwingend, dass sich derzeit noch so viele Infizierte in der Einrichtung befinden. Manche mögen bereits genesen sein, andere stationär im Krankenhaus behandelt werden und sich aus diesem Grund tagesaktuell auch nicht mehr im Heim aufhalten, so die Behörde. Drei der Bewohner, die mit den am Donnerstag gemeldeten zwei Ausbrüchen in Verbindung stehen, sind verstorben. Von diesen drei Toten waren zwei ungeimpft.

Nicht nur in der Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder wurde betont, dass Auffrischimpfungen unabdingbar zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind. Angeboten werden solche Booster- bzw. Drittimpfungen fünf Monate nach dem Abschluss der ersten Impfserie, also nach dem Tag der Zweitimpfung. Auch im Impfzentrum in Nabburg werden mehr Booster-Impfungen verabreicht als Erst- und Zweitimpfungen zusammen. Bei den Hausärzten ist die Situation genauso.

Oberpfalz25.05.2022
 
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