Schwandorf
09.04.2021 - 17:28 Uhr

Landkreis Schwandorf zählt mittlerweile 138 Corona-Tote

Weitere 61 Corona-Infektionen hat das Landratsamt Schwandorf am Donnerstag registriert. Dabei haben sich mittlerweile 7149 Menschen im Landkreis angesteckt. Der Inzidenzwert steht am Freitag bei 181,9.

Eine Krankenschwester steckt eine Probe mit einem Nasenabstrich eines Patienten, der auf das neuartige Coronavirus getestet wird, in einen Behälter. Symbolbild: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
Eine Krankenschwester steckt eine Probe mit einem Nasenabstrich eines Patienten, der auf das neuartige Coronavirus getestet wird, in einen Behälter.

Hans Prechtl, Pressesprecher des Landratsamtes Schwandorf, meldete für Donnerstag 61 weitere Fälle. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Landkreis sei damit auf 7149 gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die am Donnerstag bei 184,6 lag, lag laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitag bei 181,9. Im Krankenhaus in Sulzbach-Rosenberg ist ein 61-jähriger Mann aus dem Landkreis verstorben. Die Zahl der Todesfälle steigt damit auf 138. Laut Prechtl liegt das Durchschnittsalter aller bislang mit oder an Corona Verstorbenen bei 81 Jahren.

Seit Freitag gilt eine weitere Allgemeinverfügung für die Schulen und Kindertagesstätten im Landkreis. Sie sieht vor, dass in der nächsten Woche in der Jahrgangsstufe 4 der Grundschule, der Jahrgangsstufe 11 der Gymnasien und der Fachoberschulen sowie in Abschlussklassen Präsenzunterricht stattfindet – "soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann". Ansonsten sei Wechselunterricht angesagt. An allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen gibt es Distanzunterricht. Kindergärten, Kinderkrippen und organisierte Spielgruppen bleiben geschlossen. Diesbezüglich verweist Prechtl auf die von den zuständigen Ministerien erlassenen Regelungen zur Notbetreuung. Die Allgemeinverfügung kann unter www.landkreis-schwandorf.de im Menüpunkt "Unser Landkreis - Amtsblatt" abgerufen werden.

Beim ambulanten Pflegedienst des BRK in Nabburg konnte aufgrund der Ergebnisse der Reihentestung vom Donnerstag das Ausbruchsgeschehen heute offiziell für beendet erklärt werden.

"Wir sehen uns als wichtigen Teil des Impfturbos, der in der Oberpfalz im vollen Gange ist", stellte der Behördensprecher heraus. Es gehe voran beim Impfen, auch wenn sich viele wünschten, dass es bei mehr Impfstoff noch schneller gehen könnte. Der Freistaat Bayern habe jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt im November zur Errichtung eines Impfzentrums mit einer festgelegten Grundkapazität aufgefordert. "Der Landkreis Schwandorf kam dieser Aufforderung nach und war als einer der ersten Kreise Bayerns einsatzbereit", so Prechtl. Der Landkreis Amberg-Sulzbach und die kreisfreie Stadt Amberg seien dieser Aufforderung ebenfalls nachgekommen, hätten sich mit ihren beiden Impfzentren jedoch zu einer Verwaltungseinheit zusammengeschlossen. "Somit verfügen unsere westlichen Nachbarn über eine höhere Grundkapazität (zwei Kreisverwaltungsbehörden), welche jedoch unter einer Impfmeldung geführt wird."

Bis zur Ankündigung erhöhter Impfstofflieferungen ab April 2021 sei die Grundkapazität des Impfzentrums in Nabburg und der eingesetzten mobilen Teams ausreichend gewesen. Durch die Inbetriebnahme der neuen Außenstelle in Maxhütte-Haidhof am Ostermontag habe man die quantitativen Anforderungen an die neuen Maßgaben des Freistaates pünktlich erfüllt. In der Übergangsphase bis zur Eröffnung der Außenstelle des Impfzentrums seien zahlreiche Impfdosen aus Sonderlieferungen an Hausärzte abgegeben worden. „Im Landkreis Schwandorf wird auch in einigen hausärztlichen Praxen bereits geimpft, und zwar zu Testzwecken in enger Abstimmung mit dem Impfzentrum in Nabburg", so Prechtl. Der Landkreis Schwandorf sei einer der ersten Landkreise in Bayern gewesen, der diese Zusammenarbeit mit den Hausärzten gepflegt hatte.

"Nur ist es eben so, dass diese von Hausärzten verabreichten Impfungen keinen Niederschlag in der Bilanz des Impfzentrums finden", verdeutlicht Hans Prechtl. Das sei der Grund, weshalb die Impfquote im Landkreis Schwandorf etwas niedriger als sonst in der Oberpfalz zu sein scheint. "Die Realität ist aber so, dass allein die Impfungen im Impfzentrum keine Aussage über die Impfquote mehr ermöglichen."

Oberpfalz25.05.2022
 
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