23.02.2021 - 17:42 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Im Landkreis Schwandorf zurück zur Ausgangssperre

Der anhaltend über 100 liegende Corona-Inzidenzwert veranlasst das Landratsamt in Schwandorf, die Ausgangssperre wieder in Kraft zu setzen. Die wachsende Sorge gilt unterdessen den Betrieben.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Mit sieben Fällen vom Montag steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen im Landkreisgebiet auf 4747. Die Inzidenz sinkt leicht auf 110,2. Seit dem 1. Februar sind 239 Mutationsfälle im Landkreis registriert worden. In den Krankenhäusern in Schwandorf und Burglengenfeld werden zurzeit 22 Patienten (SAD 16 / BUL 6) betreut, davon sieben intensivmedizinisch (SAD 6 / BUL 1).

Erfreulich ist, dass am Dienstag auch im letzten verbliebenen Heim im Landkreis, und zwar in Wackersdorf, der Ausbruch offiziell für beendet erklärt werden konnte. Derzeit sind die Heime ohne Corona-Befund, was gewiss auch auf den Abschluss der Impfserie in den Heimen zurückzuführen ist.

Die Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten geht mit der vom Ministerrat beschlossenen Teststrategie einher, wonach verstärkt Reihentestungen bei Schülern und Lehrern stattfinden. Bislang wurden an 21 Schulen insgesamt 1020 Personen getestet. Auch wenn es für eine abschließende Bilanz noch zu früh ist, so stellte das Landratsamt fest, dass sich unter den bereits ausgewerteten Fällen noch kein positiver Fall befindet.

Ab Mittwoch – genau genommen ab Mitternacht – tritt wieder eine nächtliche Ausgangssperre im Landkreis, und zwar von 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens, in Kraft. Sie wird solange gelten, bis der Inzidenzwert 100 an sieben aufeinander folgenden Tagen unterschritten und die Verfügung wieder ausdrücklich aufgehoben wird.

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Deutschland und die Welt

Das Gesundheitsamt beobachtet aktuell einen erhöhten Anteil von Mutationsnachweisen unter den positiven Fällen. Nachdem zu Beginn der zweiten Pandemiewelle vorrangig Alten- und Pflegeeinrichtungen von Ausbrüchen betroffen waren, scheint sich das Ausbruchsgeschehen derzeit auf Unternehmen, Großbetriebe und Ausbildungsstätten zu verlagern. Über die Industrie- und Handelskammer und die Kreishandwerkerschaft hat das Landratsamt am Dienstag alle Betriebe im Landkreis angeschrieben, um für das hohe Risiko durch die ansteckenderen Virusmutanten zu sensibilisieren. Im Unternehmen könne ein Lauffeuer losgetreten werden, das Schichten oder ganze Betriebe lahmlegt. Unternehmen sollten deshalb ihre Beschäftigten strikt dazu anhalten, konsequent im Kontakt untereinander und mit Dritten einen medizinischen Mund-Nasenschutz, besser eine FFP2-Maske zu tragen, immer den Mindestabstand (1,5 bis 2 Meter) zu halten und - keine gemeinsamen, ungeschützten Pausen zu verbringen, etwa für die Mahlzeiten, zum Rauchen oder vor bzw. nach der Schicht. Sollte es in einem Unternehmen dennoch zu Verdachts- oder bestätigten Infektionsfällen kommen, müssen diese unverzüglich unserem Gesundheitsamt gemeldet werden, um über das weitere Vorgehen zur Schadenbegrenzung rasch entscheiden zu können. Das Funktionspostfach Gesundheitsamt[at]landkreis-schwandorf[dot]de wird ganztägig und auch am Wochenende von den Amtsärzten eingesehen. Mails werden zeitnah beantwortet, heißt es in einer Pressemitteilung.

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