02.12.2019 - 14:58 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Landratsamt: Bau voll im Zeitplan

Der Erweiterungsbau des Landratsamtes liegt voll im Zeitplan. Beim Richtspruch am Montag ziehen die Verantwortlichen eine Zwischenbilanz zum Millionenprojekt. Im September 2020 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Am Montag fand beim Erweiterungsbau des Landratsamtes die Hebfeier statt. Ende September soll das dreigeschossige Gebäude bezugsfertig sein.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Wenn das keine guten Vorzeichen sind: Als die Zimmerer am Montagvormittag ihren Richtspruch aufsagen, strahlt die Sonne auf den Erweiterungsbau des Landratsamts. 75 neue Büroarbeitsplätze auf drei Stockwerken entstehen, das Archiv findet darin ebenso Platz wie der neue Sitzungssaal.

Im Untergeschoss soll zukünftig die Zulassungsstelle untergebracht und von den vorhandenen Parkplätzen aus barrierefrei erreichbar sein. Es sind ein separater Wartebereich und Einzelbüros geplant - "damit eine gewisse Diskretion gewahrt werden kann", wie es in einer ausgehändigten Pressemitteilung heißt. In den beiden oberen Geschossen sollen schließlich die Mitarbeiter des Jugendamts neue Büros bekommen. Bisher waren sie im gesamten Landratsamt verteilt, durch den Neubau werden sie zusammengeführt.

5,5 bis 5,9 Millionen Euro

Landrat Thomas Ebeling zeigte sich bei dem Termin am Montag erfreut, dass der Bau so hervorragend laufe. In Richtung Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier sagte er augenzwinkernd: "Für die Maßnahme bekommen wir keine Fördermittel. Aber wir werden sonst so gut unterstützt, dass wir uns das leisten können." Der Landkreis lässt sich die Erweiterung 5,5 bis 5,9 Millionen Euro kosten. Das Gebäude ist 41 mal 12,25 Meter groß, der umbaute Raum 7200 Kubikmeter. Holmeier hob die Notwendigkeit des Neubaus hervor. Die meisten Landratsämter seien im Zuge der Gebietsreformen in den 1970er Jahren gebaut worden - so auch das Schwandorfer. Seitdem seien die Aufgaben, und somit auch der Platzbedarf, gewachsen.

Spätestens Ende September soll das Gebäude bezugsfertig sein, wie Architekt Christian Schönberger bekräftigte. Das sogenannte Tiefgeschoss und das Treppenhaus sind in Massivbauweise entstanden, die anderen drei Geschosse in Holzbauweise. Auch im Gebäude sind die massiven Holzkonstruktionen zu erkennen.

Für die Maßnahme bekommen wir keine Fördermittel. Aber wir werden sonst so gut unterstützt, dass wir uns das leisten können.

Landrat Thomas Ebeling in Richtung MdB Karl Holmeier mit einem Augenzwinkern

Landrat Thomas Ebeling in Richtung MdB Karl Holmeier mit einem Augenzwinkern

Fußbodenheizung kühlt auch

Laut Architekt Schönberger die Bauweise der Zukunft. In Schwandorf soll sie auch erkennbar sein. Bei den Decken und teilweise den Wände soll erkennbar bleiben, dass sie aus Holz sind. Außen ist Ähnliches angedacht. Das ebenerdige Geschoss wird mit Holzleisten verziert, die beiden oberen Geschosse erhalten eine Holz-Glas-Fassade. Die Fußbodenheizung soll, schon im Hinblick auf den Klimawandel, übrigens auch kühlen können.

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