01.02.2019 - 14:40 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Lebenshilfe Schwandorf plant neues Wohnheim

Die Lebenshilfe will investieren. Nicht nur in die Sanierung, sondern auch in ein neues Wohnheim für behinderte Menschen an der Ohmstraße.

Hier auf diesem freien Grundstück in der Ohmstraße will die "Lebenshilfe" eine neue Unterkunft für Behinderte bauen. Gleich neben dem bestehenden Wohnheim.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die "Lebenshilfe Schwandorf" ist Träger der Wohnheime in der Bleistädter-, Aussiger- und Ohm-Straße mit insgesamt 100 Plätzen für Menschen mit Behinderung. "Die Einrichtungen sind in die Jahre gekommen", sagt Vorsitzende Irmgard Seifert. Vor allem das Haus in der Ohmstraße. Die demografische Entwicklung unter den Bewohnern und die Vorgaben des Bundesteilhabegesetzes zwingen den Verband zum Handeln. "Wir werden ein weiteres Wohnheim bauen", kündigte die Vorsitzende bei der Mitgliederversammlung der Lebenshilfe an. Das neue Gebäude soll neben dem bestehenden Wohnheim an der Ohmstraße entstehen. Die Grünfläche, die die Bewohner momentan für Freizeit und Sport nutzen, ist groß genug für einen Neubau. "Noch sind wir in der Planungsphase", erklärt Irmgard Seifert. In diesem Jahr will sie das Vorhaben konkretisieren und an die Umsetzung gehen. Die Zeit drängt. Im kommenden Jahr tritt das Bundesteilhabegesetz in Kraft, das eine Angleichung der Standards auch im Wohnbereich der Behinderteneinrichtungen fordert. 1990 bezogen die ersten Gruppen das Wohnheim der Lebenshilfe in der Ohmstraße. Heute leben dort 40 Menschen mit Handicap in vier betreuten Gruppen. Sie sollen nach der Fertigstellung in den Neubau umziehen. Aus dem bestehenden Haus werden Verwaltungsräume.

Die Lebenshilfe unterhält schulvorbereitende Einrichtungen in Nittenau, Maxhütte-Haidhof, Nabburg und Oberviechtach, aber keine mehr im Raum Schwandorf. "Deshalb planen wir auch hier einen Neubau", erklärt Vorsitzende Irmgard Seifert. Diese Einrichtungen bereiten Kinder mit Entwicklungsverzögerungen auf den Schuleintritt vor. Gemeinsam mit dem Sozialverband Vdk ist die Lebenshilfe auch Träger der Naabwerkstätten mit 600 Mitarbeitern, die seit 45 Jahren Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung bieten.

Schließlich ist der Verband auch in der "Offenen Behindertenarbeit" aktiv und entlastet Familien bei der Betreuung behinderter oder an Demenz erkrankter Angehöriger zu Hause. Bei der Mitgliederversammlung war eine Nachwahl erforderlich. Das Amt des bisherigen Kassiers Rupert Huber übernahm Peter Fleißner.

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