10.10.2018 - 14:10 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Maria-Schwägerl-Schule bleibt am Rotbühlring

Vier Varianten, aber keine davon ideal: Der Bauausschuss des Kreistags hat die Qual der Wahl, was den künftigen Standort des Sonderpädagogischen Förderzentrums Nabburg angeht. Am Ende einigen sich die Räte.

Das Förderzentrum Maria-Schwägerl-Schule bleibt auf dem Nabburger Schulberg und wird ausgebaut. Das beschloss der Kreis-Bauausschuss einstimmig.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

(ch) Das Sonderpädagogische Förderzentrum (SFZ) Maria-Schwägerl-Schule bleibt auf dem Nabburger Schulberg. Das beschloss der Ausschuss für Planung und Bau des Kreistags am Montag einstimmig. Der Verwaltung hatte vier Varianten geprüft. "Die ganz optimale Lösung haben wir nicht", schickte Landrat Thomas Ebeling voraus. Die konnte auch Schulleiter Oliver Vogel nicht präsentieren. Er bat die Kreisräte, das Thema Inklusion im Auge zu behalten, um der "Stigmatisierung der Schüler" entgegen zu wirken.

Vogel erinnerte daran, dass die Schüler des SFZ nicht immer in ihrer Jahrgangs-Klasse, sondern nach Leistungsstufen unterrichtet werden. Deshalb sei die Einhäusigkeit wichtig. Außerdem verwies Vogel darauf, dass viele der Schüler einen weiten Schulweg haben. Der Sprengel reicht von Fensterbach bis Stadlern und von Wernberg-Köblitz bis Schwarzenfeld. Vier Standorte hatte die Verwaltung geprüft: Einen Ausbau der Schule am Rotbühlring in Nabburg, alternativ einen Neubau neben der Grund- und Mittelschule Nabburg. Außerdem stand das Schulhaus in Schmidgaden zur Debatte, das derzeit noch von Mittelschulklassen genutzt wird. Auch Wernberg-Köblitz warf noch den Hut in den Ring. Auf dem Schulberg am Rotbühlring müssten Teile der Berufsschul-Werkstätten und das Hausmeisterwohnhaus weichen, erläuterte die Leiterin des Hochbauamts, Michaela Gottmeier. Die Lage sei beengt. Außerdem läge die Baustelle am zentralen Knotenpunkt aller Schülerströme zu Gymnasium, Realschule, Berufsschule und SFZ. Geschätzte Kosten: 7 Millionen Euro.

Das Thema Inklusion wäre neben der Grundschule Nabburg kein Problem. Allerdings wäre das Grundstück auf dem Bolzplatz laut Ebeling auch "beengt", die Kosten lägen bei mindestens 9 Millionen Euro. Schon 2019/2020 wäre das Schulhaus Schmidgaden nutzbar. Dazu wäre vorerst nur eine Brandschutz-Ertüchtigung nötig. Allerdings bestehe auf lange Sicht erheblicher Sanierungsbedarf, so Gottmeier. Gegen Schmidgaden sprachen für Ebeling der weitere Anfahrtsweg und die Alleinlage. Das Thema Inklusion wäre damit erledigt.

Letzteres wäre in Wernberg-Köblitz gelöst, aber auch hier wären neue Räume für mindestens 1,5 Millionen Euro nötig. Auch hierher würden die Schulwege länger. Georg Butz (CSU) sprach sich für die Variante aus, das SFZ am Nabburger Schulberg auszubauen. "Wahrscheinlich lassen sich die Anforderungen hier am vernünftigsten erfüllen", sagte Butz. Armin Schärtl (SPD) betonte, "das "Inklusionskonzept ist unabdingbar". In der Gesamtschau sei wohl der Ausbau am bestehenden Standort am sinnvollsten. Rudi Sommer (Grüne) pflichtete dem bei, brachte den geringeren Flächenverbrauch ins Spiel. Alfred Damm (ÖDP), der zunächst für den Standort neben der Nabburger Grundschule plädiert hatte, ließ sich überzeugen. Einstimmig beschloss der Ausschuss, dass das SFZ auf dem Nabburger Schulberg bleibt. "Architektonisch stellt uns das vor große Herausforderungen", sagte Ebeling, der ebenfalls für den bestehenden Standort plädiert hatte.

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