19.11.2018 - 17:49 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Marke Oberpfalz vorantreiben

Nur 15 Prozent der Oberpfälzer können sich einen Umzug in eine andere Region vorstellen. Ein Topwert, und der Beweis: Der Bezirk genießt einen hervorragenden Ruf. Das liegt auch am Marketing, das noch mehr forciert werden soll.

Die Oberpfalz ist bei Touristen – etwa Wanderern – mittlerweile sehr beliebt. Dazu trägt auch das Marketing bei.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Christoph Aschenbrenner, Geschäftsführer des Vereins "Oberpfalz Marketing", sagte in der Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik am Montagnachmittag: "Die Oberpfalz ist längst nicht mehr das Armenhaus Bayerns, sondern eine florierende Region." Das müsse nur noch in die Köpfe der Leute. Deswegen soll es in der Zukunft beispielsweise einen "Tag der Oberpfalz" geben und die einzelnen Regionen sollen noch mehr in den Mittelpunkt gestellt werden. Das alles kostet den Oberpfälzer Landkreisen und kreisfreien Städten, die neben einigen Unternehmen zu den 130 Mitgliedern des 2002 gegründeten Vereins zählen, einiges an Geld. Aschenbrenner hat errechnet: Ab 2020 sollten die Kommunen 48 Cent inklusive Inflationsausgleich statt wie bisher 12 Cent zahlen, um die Grundfinanzierung zu sichern.

Bei den Ausschussmitgliedern sorgte das wahlweise für "Bauchgrummeln" (Maria Baumer, CSU) oder ein "bisserl Bauchweh" (Jakob Scharf, CSU). Scharf habe ohnehin "noch nie von so einer Forderung (eine Vervierfachung, Anm. d. Red.) gehört". Auch Ulrike Roidl (SPD), erklärte, dass es um ein "Haufen Geld" gehe und der Erfolg schwer zu fassen sei. Und mit dem Beschluss sei der Landkreis in einer Vorreiterrolle, da andere Kommunen das Thema noch nicht in einem Ausschuss behandelt haben. Landrat Thomas Ebeling sagte, dass man den Erfolg bei Marketingmaßnahmen "nie in Pfund und Kilo bemessen kann". Letztlich einigte sich das Gremium auf eine Änderung des Beschlussvorschlags, der eine Verdreifachung des Mitgliedsbeitrages auf 36 Cent pro Einwohner vorsieht. Alle Ausschussmitglieder stimmten letztlich zu. Das letzte Wort haben allerdings die Vereinsmitglieder, die bei einer Versammlung über die Erhöhung abstimmen müssen.

Wenig Diskussionen gab es bei einem weiteren Tagesordnungspunkt, der sich mit der Vermarktung der Marke "Oberpfälzer Wald" beschäftigte. Landrat Thomas Ebeling erklärte, dass die Landkreise Schwandorf, Neustadt a.d. Waldnaab und Tirschenreuth sowie die Stadt Weiden schon lange gut, aber lose kooperieren. "Wir versuchen unsere Kräfte zu bündeln und als Tourismus-Region in Deutschland, und vielleicht darüber hinaus, wahrgenommen zu werden", erklärte der Landrat.

Nun sei es an der Zeit, das Ganze "rechtlich und bürokratisch" in eine Zweckvereinbarung zu fassen, was das Gremium letztlich auch tat. Unter andrem stehen in dem Schriftwerk die Aufgaben der Mitglieder, zu denen etwa die Förderung des Tourismus, die Weiterentwicklung des Online-Auftrittes und Netzwerkarbeit zählen. Zudem ist geregelt, dass die Geschäftsführung alle drei Jahre zwischen den drei Landkreisen wechselt.

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