Schwandorf
15.10.2023 - 13:06 Uhr

Martin Abt gibt im Beruflichen Schulzentrum für 120 Lehrkräfte den Rhythmus vor

Seit Ende Mai leitet Martin Abt das Berufliche Schulzentrum Schwandorf I. Bei der offiziellen Amtseinführung greift er zum Kontrabass und versteht das auch als Hinweis an Kollegen: „Ich werde hier den Rhythmus vorgeben“.

Regierungspräsident Walter Jonas (rechts) führte den neuen Berufsschulleiter Martin Abt (links) in sein Amt ein. Bild: Hirsch
Regierungspräsident Walter Jonas (rechts) führte den neuen Berufsschulleiter Martin Abt (links) in sein Amt ein.

Stellvertretender Schulleiter Thomas Schlütsmeier hieß bei der Feierstunde zur offiziellen Amtseinführung am Freitag in der Aula der Berufsschule zahlreiche Vertreter von Politik, Wirtschaft, Schule und Verbänden willkommen. Anlass war die offizielle Amtseinführung von Oberstudiendirektor Martin Abt, der bereits seit einigen Monaten das Berufliche Schulzentrum Schwandorf I leitet. Regierungspräsident Walter Jonas erinnerte an den beruflichen Werdegang des neuen Schulleiters, der aus Regensburg stammt und an der Technischen Universität München Maschinenbau und Sport für berufliche Schulen studierte.

Als Sprecher der Seminarleiter war Martin Abt in den Berufsschulen der Oberpfalz unterwegs und hatte dabei auch Kontakt zum Standort Schwandorf. Zuletzt leitete der 58-jährige Oberstudiendirektor die Staatliche Berufsschule Pegnitz und das Berufsschulzentrum Bayreuth. Er tritt die Nachfolge von Josef Most an, der die Schule nach dreijähriger Leitung wieder verließ und als Entwicklungshelfer zurück nach Afrika ging. Zum Beruflichen Schulzentrum gehören neben dem Standort Schwandorf noch die Außenstellen in Nabburg, Neunburg vorm Wald und Oberviechtach mit 2800 Schülern und 120 Lehrkräften.

Der Regierungspräsident betonte den Wert der beruflichen Bildung als „Garant für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Unternehmen“. Die Schule trage wesentlich zur Entwicklung der jungen Menschen bei. Dabei komme dem Schulleiter eine besondere Verantwortung zu, versicherte Walter Jonas. Landrat Thomas Ebeling erinnerte an den ersten Kontakt mit Schulleiter Martin Abt beim Spatenstich für die neuen Werkstätten und gab zu verstehen: "Wir werden uns sicher noch öfter auf der Baustelle sehen." Im demografischen Wandel, der Digitalisierung und dem Rückgang der Auszubildenden sieht Ralf Kohl von der Industrie- und Handelskammer große Herausforderungen. Der Vertreter der Handwerkskammer, Wolfgang Reif, bescheinigte dem dualen Ausbildungssystem eine hohe Qualität. Personalratsvorsitzende Eva Wurdack sicherte dem neuen Chef die Loyalität des Kollegiums zu.

„Die Schonfrist von 100 Tagen ist vorbei“, stellte der neue Schulleiter fest. Er bedankte sich für den Vertrauensvorschuss und ließ dem Personal wissen: „Ich fühle mich hier in Schwandorf außerordentlich wohl“. Martin Abt begleitete das Duo „Cyrus und Darius Saleki“ mit dem Kontrabass und gab dabei das Tempo vor. So wolle er es auch im Kollegium handhaben. Nach dem Motto "Die Partitur vorgeben und die Solisten brillieren lassen“. Als Verfechter des Qualitätsmanagements erwartet Martin Abt gespannt die ersten Evaluierungsergebnisse.

Hintergrund:

Martin Abt und sein Werdegang

  • Ausbildung:Studium der Wirtschaftspädagogik in der Fachrichtung Metalltechnik und Sport an der TU München.
  • Referendariat: An den Berufsschulen in München und Lauf an der Pegnitz.
  • Beförderungen: 1998 zum Oberstudienrat, 2001 zum Seminarlehrer, 2013 zum Oberstudiendirektor.
  • Berufungen: Schulleiter am Beruflichen Schulzentrum Bayreuth, an der Berufsschule Pegnitz und an der Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung in Bayreuth.
  • Leitung: Seit Ende Mai Leiter des Berufsschulzentrums Schwandorf I.
 
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