08.07.2019 - 14:58 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Mehr Geld für den Sport

Die Stadt gewährt den Sport- und Schützenvereinen höhere Zuschüsse. Der Hauptausschuss hat entsprechende Richtlinien erlassen.

von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Der Stadtverband für Sport hatte im Mai beantragt, die Förderrichtlinien der Stadt für die Sport- und Schützenvereine zu überarbeiten. Künftig soll pro erwachsenem Mitglied 1,20 Euro (bisher 1 Euro), je Kind oder Jugendlichem 2,70 Euro (bisher 2 Euro) fließen. Für Übungsleiter wird die Förderung auf 1,80 Euro (bisher 1,50 Euro) pro Stunde für maximal 140 Stunden im Jahr angehoben.

Auch für den Unterhalt ihrer Sportanlagen bekommen die Vereine mehr Geld, außerdem wird eine Verwaltungskostenpauschale eingeführt. Hauptberufliches Personal oder Mitarbeiter im Freiwilligen Sozialen Jahr werden ab 2020 gefördert.

Auch für Vereinsfusionen - wie aktuell zwischen dem FC Schwandorf und dem SC Ettmannsdorf geplant - werden Gelder zur Verfügung gestellt. Die Kosten für die Nutzung der Schulturnhallen werden weiterhin als Zuschuss im städtischen Haushalt durchgebucht. 25 000 Euro fließen weiterhin an die Arbeitsgemeinschaft der Schwandorfer Jugendgruppen (ARGE). Gesamt macht die Stadt damit knapp 205 000 Euro für die Vereine locker. Das sind - trotz höherer Werte - knapp 50 000 Euro weniger als 2018, als allerdings eine Sonderförderung ausgereicht wurde.

"Können uns sehen lassen"

"Damit können wir uns, auch im Vergleich zu anderen Städten, sehr gut sehen lassen", sagte SPD-Fraktionschef Franz Schindler. CSU-Fraktionsvorsitzender Andreas Wopperer dankte dem Stadtverband für die Ausarbeitung der Richtlinien. "Wir gehen jetzt davon aus, das jeder glücklich ist." Die Förderung von Fusionen sei gut, "die aktuell laufende wird sicher nicht die letzte sein". Kurt Mieschala (UW) griff dies als FC-Vorstandsmitglied auf. Es sei wichtig, sich bei Zusammenschlüssen professionelle Hilfe für rechtliche Fragen zu holen, "und die auch bezahlen zu können". Der Ausschuss empfahl die Richtlinien dem Stadtrat einstimmig zum Beschluss.

Die Stadt hat im Jahr deutlich mehr eingenommen und erheblich weniger ausgegeben, als im Haushalt 2018 veranschlagt. Was einerseits erfreulich klingt, zeigt andererseits, das etliche geplante Vorhaben entweder nicht abgerechnet, nicht fertig oder nicht vollzogen wurden. Der Verwaltungshaushalt schließt laut der im Hauptausschuss vorgelegten Jahresrechnung mit einem Überschuss von 13,23 Millionen Euro - knapp 10,5 Millionen Euro mehr, als veranschlagt.

Neben Mehreinnahmen von knapp 5,7 Millionen Euro (allein die Gewerbesteuer brachte 4 Millionen mehr als erwartet) trugen saldierte Minderausgaben von etwa 4,8 Millionen Euro zu diesem Ergebnis bei. Allein bei den sächlichen Ausgaben (darunter Straßen-, Grundstücks- Kanal- und Gebäudeunterhalt) wurden 2,4 Millionen weniger ausgegeben als geplant. Für Personal wurden 680 000 Euro weniger fällig - vor allem, weil einige Stellen nicht nachbesetzt werden konnten.

Im Vermögenshaushalt waren bei den Baumaßnahmen rund 2,3 Millionen Minderausgaben zu verzeichnen, Rund 6,5 Millionen Euro Haushaltsausgabereste mussten gebildet werden. Die geplante Kreditaufnahme (4 Millionen Euro) und die Rücklagenentnahme (1,38 Millionen Euro) fielen flach.

Hohe Ausgabereste

Stattdessen wurden der Rücklage 4,4 Millionen Euro zugeführt. Er hoffe, dass derart große Abweichungen zukünftig vermieden werden und, wie in der Haushaltsdebatte versprochen, die Ausgabereste zurückgeführt werden, sagte Franz Schindler (SPD). In der Gesamtbilanz schloss der Verwaltungshaushalt 2018 mit 68,3 Millionen Euro, gut sechs Millionen höher als geplant.

Der Vermögenshaushalt stieg einnahmeseitig gegenüber dem Ansatz um knapp 700 000 Euro auf knapp 18,5 Millionen Euro. Allerdings wurden nur 12,5 Millionen Euro davon ausgegeben, 6 Millionen Ausgabereste bleiben.

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