24.09.2018 - 15:47 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Mehr Geld für die Vereine

Die Stadt soll ihre Zuschüsse um knapp 53 000 Euro aufstocken und die Sportvereine in diesem Jahr mit über 253 000 Euro fördern. Das empfahl der Hauptausschuss dem Stadtrat. Besonders der TSV 1880 Schwandorf profitiert.

Der TSV 1880 Schwandorf mit seinen 16 Sparten - darunter die erfolgreichen Basketballer - darf mit einem Sonderzuschuss von der Stadt rechnen.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

(ch) Der Stadtverband für Sport hatte im Juli 2018 beantragt, die Förderrichtlinien, die sich nach den Mitgliederzahlen richten, nach 15 Jahren zu überarbeiten. Die Änderung der Förderstruktur ist in diesem Jahr nicht mehr zu erledigen. Deshalb beantragte Vorsitzender Thomas Fink für dieses Jahr eine Sonderförderung für dieses Jahr. Der Hauptausschuss empfahl dies einstimmig dem Stadtrat.

Die einmalige Sonderförderung, die sich auf knapp 65 000 Euro summiert, kommt besonders Vereinen mit vielen jugendlichen Mitgliedern und mehreren Sparten zugute. Wobei sich "jugendlich" in diesem Fall auch auf alle jungen Erwachsenen bis 26 Jahren ausdehnt, angelehnt an die Förderrichtlinien des Bayerischen Innenministeriums.

Besonderer Bonus

Die Berechnung der Sonderzuschüsse läuft folgendermaßen: Pro Mitglied unter 26 Jahren gibt's 3 Euro, das Ergebnis wird mit der Anzahl der Sparten multipliziert. Sind mehr als die Hälfte aller Mitglieder unter 26 Jahre alt, wird das Zwischenergebnis noch mit 1,5 multipliziert. Beispiel: Die FT Eintracht zählt 170 junge Mitglieder, ergibt bei 2 Sparten einen Zuschuss von 1020 Euro. Weil der Jugend-Anteil bei der Eintracht über 50 Prozent liegt, gibt's die Hälfte drauf, also werden insgesamt 1530 Euro überwiesen.

Auch Kleinbeträge

Die höchste Sonderförderung geht nach dieser Berechnung an den TSV 1880 Schwandorf. Mit 16 Sparten, 489 jungen Mitgliedern und dem 50-Prozent-Bonus oben drauf bekommt der Turnverein aus der Sonderförderung gut 35 200 Euro. Insgesamt schüttet die Stadt nach dieser Berechnung 64 843,50 Euro an 44 Sportvereine aus - darunter auch Kleinbeträge wie 9 Euro an den SSC Bubach oder den RKB Solidarität.

Die reguläre Sportförderung nach Mitgliederzahlen und für Übungsleiter beläuft sich nach den Zahlen, die Kämmerer Jens Wein dem Hauptausschuss vorlegte, in diesem auf 49 350 Euro, dazu kommen 54 916 Euro als Unterhaltskostenzuschuss für Sportanlagen. Einmalige Extra-Fördergelder gibt es in diesem Jahr außerdem für den Stadtverband (6500 Euro) und für die Unterhaltskosten des Sportheims der FT Eintracht (5526 Euro). Die Eintracht könne wegen des geltenden Pachtvertrages keine staatlichen Zuschüsse für den Sportstättenbau beantragen, heißt es im Antrag an die Stadt. Die Fusion des SC Ettmannsdorf mit dem 1. FC Schwandorf ist der Stadt 10 000 Euro an Sondermitteln wert. Der Stadtverband für Sport befürwortet den Zusammenschluss. Zur Klärung aller vermögensrechtlichen Fragen solle aber ein Experte den "rechtlich und fachlich aufwendigen" Fusionsprozess professionell begleiten. Ziel sei ein neuer, attraktiver Sportverein im westlichen Stadtgebiet, schreibt Stadtverbands-Chef Fink in seinem Antrag. Die Belegung von Schulsporthallen durch die Sportvereine erzeugt im städtischen Haushalt Kosten von 36302,50 Euro, die allerdings als Förderung durchgebucht werden. Schließlich wird die Arbeitsgemeinschaft der Schwandorfer Jugendgruppe, ARGE, mit 25 000 Euro unterstützt. Unterm Strich ergibt sich so die Zuschuss-Summe für das laufende Jahr von 253 140 Euro.

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