Schwandorf
30.06.2025 - 15:03 Uhr
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Mehr online, weniger E-Mail: Bundesagentur für Arbeit setzt auf sichere Online-Kanäle

Anfragen schicken, Unterlagen einreichen, Termine ausmachen: Ab 1. Juli ist das nicht mehr möglich. Nicht nur bei der Agentur für Arbeit Schwandorf, sondern bundesweit. Hier die Gründe:

Ab 1. Juli wird bei der Bundesagentur für Arbeit der E-Mail-Verkehr abgeschafft Bild: Arne Dedert
Ab 1. Juli wird bei der Bundesagentur für Arbeit der E-Mail-Verkehr abgeschafft

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) möchte den Schutz und die Sicherheit personenbezogener Daten in der digitalen Kundenkommunikation gewährleisten. Aus diesem Grund wird der E-Mail-Verkehr abgeschafft und "auf die sicheren digitalen Zugangswege von Online-Portal und App-Angebot gesetzt", erläutert Pressesprecherin Eva Plößner. Videokommunikation, Online-Terminvergabe, Kunden-Apps: Die BA bietet ihren Kundinnen und Kunden zahlreiche Online-Angebote, die im Laufe der vergangenen Jahre schrittweise weiterentwickelt wurden.

Stefan Latuski, CIO der BA, betont: „Der Schutz der Daten und der persönlichen Identität haben für die BA oberste Priorität. Die Inhalte unverschlüsselter Mails sind vor dem Zugriff unbefugter Dritter nicht geschützt. Das ist einer der wesentlichen Gründe, weshalb wir den E-Mailverkehr mit unseren Kundinnen und Kunden einschränken. Wir setzen auf die Nutzung der von uns entwickelten datensicheren Kommunikationswege, wie der App BA-mobil. Gleichzeitig appellieren wir an unsere Kundinnen und Kunden, unsere eServices und Apps verstärkt zu nutzen.“

Die App BA-mobil beispielsweise bietet eine Upload-Funktion an, über die Kundinnen und Kunden datenschutzkonform, schnell und sicher Bewerbungsunterlagen oder Dokumente für den Arbeitslosengeld-Antrag hochladen, Veränderungen mitteilen und Bescheide einsehen können. Im Unterschied zur E-Mail lässt sich über das Online-Portal und die App außerdem die Identität des Kontoinhabers eines Accounts eindeutig identifizieren.

Digital eingereichte Unterlagen im Online-Portal oder der Kunden-App werden teilweise bereits automatisch weiterverarbeitet. Kundenanliegen lassen sich somit viel schneller bearbeiten als die Inhalte von eingehenden Mails, die oftmals unvollständig sind und in vielen Fällen zu Nachfragen bei Kundinnen und Kunden führen. Laut Plößner profitieren auch die Beschäftigten der Agentur: "Die gewonnene Zeit können sie für die individuelle Kundenberatung nutzen". Und die jetzt oft völlig überlasteten Telefonleitungen würden durch den neuen Kommunikationsweg auch entlastet.

Schön und gut: Aber sind ältere Menschen mit der neuen Systematik nicht überfordert? Für jüngere Menschen stelle es kein Problem dar, so Plößner. Wer imstande ist eine Mail zu schreiben, kann auch mit dem neuen Kommunikationsweg umgehen, meint Plößner. Man muss sich nur einmal anmelden, dann kann der Vermittler direkt kontaktiert werden. Wer Problem hat, der kann auch vorbei kommen, "dann richten wird es ihm auf dem Smarthone ein. Aber das ist dann eine einmalige Sache. Man muss sich schon drauf einlassen."

Hintergrund:

Keine E-Mails mehr möglich

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