Die Bundesagentur für Arbeit (BA) möchte den Schutz und die Sicherheit personenbezogener Daten in der digitalen Kundenkommunikation gewährleisten. Aus diesem Grund wird der E-Mail-Verkehr abgeschafft und "auf die sicheren digitalen Zugangswege von Online-Portal und App-Angebot gesetzt", erläutert Pressesprecherin Eva Plößner. Videokommunikation, Online-Terminvergabe, Kunden-Apps: Die BA bietet ihren Kundinnen und Kunden zahlreiche Online-Angebote, die im Laufe der vergangenen Jahre schrittweise weiterentwickelt wurden.
Stefan Latuski, CIO der BA, betont: „Der Schutz der Daten und der persönlichen Identität haben für die BA oberste Priorität. Die Inhalte unverschlüsselter Mails sind vor dem Zugriff unbefugter Dritter nicht geschützt. Das ist einer der wesentlichen Gründe, weshalb wir den E-Mailverkehr mit unseren Kundinnen und Kunden einschränken. Wir setzen auf die Nutzung der von uns entwickelten datensicheren Kommunikationswege, wie der App BA-mobil. Gleichzeitig appellieren wir an unsere Kundinnen und Kunden, unsere eServices und Apps verstärkt zu nutzen.“
Die App BA-mobil beispielsweise bietet eine Upload-Funktion an, über die Kundinnen und Kunden datenschutzkonform, schnell und sicher Bewerbungsunterlagen oder Dokumente für den Arbeitslosengeld-Antrag hochladen, Veränderungen mitteilen und Bescheide einsehen können. Im Unterschied zur E-Mail lässt sich über das Online-Portal und die App außerdem die Identität des Kontoinhabers eines Accounts eindeutig identifizieren.
Digital eingereichte Unterlagen im Online-Portal oder der Kunden-App werden teilweise bereits automatisch weiterverarbeitet. Kundenanliegen lassen sich somit viel schneller bearbeiten als die Inhalte von eingehenden Mails, die oftmals unvollständig sind und in vielen Fällen zu Nachfragen bei Kundinnen und Kunden führen. Laut Plößner profitieren auch die Beschäftigten der Agentur: "Die gewonnene Zeit können sie für die individuelle Kundenberatung nutzen". Und die jetzt oft völlig überlasteten Telefonleitungen würden durch den neuen Kommunikationsweg auch entlastet.
Schön und gut: Aber sind ältere Menschen mit der neuen Systematik nicht überfordert? Für jüngere Menschen stelle es kein Problem dar, so Plößner. Wer imstande ist eine Mail zu schreiben, kann auch mit dem neuen Kommunikationsweg umgehen, meint Plößner. Man muss sich nur einmal anmelden, dann kann der Vermittler direkt kontaktiert werden. Wer Problem hat, der kann auch vorbei kommen, "dann richten wird es ihm auf dem Smarthone ein. Aber das ist dann eine einmalige Sache. Man muss sich schon drauf einlassen."
Keine E-Mails mehr möglich
- Ab dem 1. Juli 2025 werden die Agenturen für Arbeit bundesweit die Erreichbarkeit über den E-Mailkanal einstellen. Die bisherigen Liegenschaftspostfächer der Agenturen für Arbeit (schwandorf[at]arbeitsagentur[dot]de, cham[at]arbeitsagentur[dot]de, amberg[at]arbeitsagentur[dot]de) werden ab sofort deaktiviert.
- Sollten Kundinnen und Kunden weiterhin eine Mail an diese Adresse senden, wird diese automatisch abgewiesen und eine Information über die nicht erfolgte Zustellung versandt.
- Kunden können sich natürlich wie bisher telefonisch oder postalisch an ihre Agentur für Arbeit wenden. Persönliche Vorsprachen sind ebenso möglich. Um Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt die BA hier eine vorherige Terminvereinbarung über die eServices.
- Informationen zur Nutzung der eServices finden Sie unter: https://www.arbeitsagentur.de/eservices
Informationen zur Nutzung der Kunden-App BA-mobil finden Sie unter:
https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslos-arbeit-finden/arbeitslosengeld/...













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