Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober vergangenen Jahres bis Ende Juni meldeten die Betriebe für den gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf, der die Landkreise Schwandorf, Amberg-Sulzbach und Cham sowie die kreisfreie Stadt Amberg umfasst, 4796 Ausbildungsplätze. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Anstieg von 109 Ausbildungsplätzen, beziehungsweise 2,3 Prozent. Aktuell sind laut Mitteilung der Agentur noch 2012 Ausbildungsstellen unbesetzt. "Die ausbildungsberechtigten Betriebe und Unternehmen im Bezirk der Agentur für Arbeit haben ihren Bedarf an Nachwuchskräften in einem großen Umfang an die Arbeitsagentur gemeldet, da ihnen die rückläufigen Schülerzahlen, der drohende Fachkräftemangel sowie die große Bedeutung der eigenen Ausbildung bewusst sind", schreibt die Behörde.
Dem Ausbildungsplatzangebot stehen im Juni 2278 Jugendliche und junge Erwachsene mit Wohnort im Bezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf gegenüber, die als Bewerber bei der Arbeitsagentur gemeldet sind und einen Ausbildungsplatz anstreben. Das sind im Vergleich zum Juni des vergangenen Jahres 225 Bewerber oder 9,0 Prozent weniger. Unversorgt sind derzeit noch 417 Personen.
Die geringere Menge an Bewerbern führt die Behörde vor allem auf die demografische Entwicklung mit sinkenden Schülerzahlen zurück. "Aber auch die Situation, dass Jugendliche in beachtlichem Umfang nach dem mittleren Bildungsabschluss weiterführende Schulen besuchen, verkleinert diesen Personenkreis", teilt die Agentur mit. Teilweise wiederholen Schüler auch die letzte Jahrgangsstufe, um ihre Noten zu verbessern und wollen erst im nächsten Jahr in Ausbildung gehen. Derzeit ist laut Agentur noch keine abschließende Aussage für den Ausbildungsstellenmarkt möglich. Es sei jedoch absehbar, dass sich die Tendenzen bis zum Abschluss des Berufsberatungsjahres Ende September fortsetzen werden.
Im Landkreis Schwandorf sind bis zum Berichtsmonat insgesamt 1 622 Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet worden, das sind 25 Stellen beziehungsweise 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Demgegenüber beträgt die Zahl der gemeldeten Bewerber 674 - 68 oder 9,2 Prozent weniger als im Vorjahr.












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