09.07.2019 - 11:41 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Mensch am Steuer überflüssig

Anton Herrmann war 41 Jahre lang beim "Technischen Überwachungsverein" (TÜV) tätig. Bei einer Veranstaltung des Automobilclubs Europa (ACE) im Gasthaus Obermeier in Klardorf spricht der Diplom-Ingenieur zum Thema "Autonomes Fahren".

Ludwig Blüml. Annett Friedmann und Anton Herrmann (von links) sprachen bei der ACE-Versammlung.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Schon jetzt seien die Autos mit Fahrassistenz-Systemen ausgestattet, sagte der Referent. Er nannte als Beispiele den Totenwinkel-Warner, den Spurhalte-Assistenten oder die Berganfahrhilfe. "Die meisten Hersteller sind schon weiter", erklärte Anton Herrmann. Sie bieten eine automatisches Einparkhilfe und einen Stau-Assistenten an, der ohne Eingriff des Fahrers im Stau beschleunigen und bremsen und dem vorausfahrenden Fahrzeug folgen kann.

Bei der nächsten Stufe spricht der ACE-Vertreter vom "hochautomatisierten Fahren". Der Autopilot setzt eigenständig den Blinker, wechselt die Spur und passt die Geschwindigkeit dem fließenden Verkehr an. "Level vier" definiere die Vollautomatisierung. Das System übernimmt alle Funktionen, die zum Fahren gehören. In der Stufe fünf wird der Mensch schließlich komplett überflüssig. Er gibt nur noch die Zielangabe ein.

Achtung Tretroller-Nutzer: Für sie gelten in Bezug auf den Alkohol die gleichen Regeln wie für die Autofahrer, wie der Referent versicherte. Also "null Promille" für Fahranfänger. ACE-Kreisvorsitzender Ludwig Blüml appellierte außerdem an die Autofahrer, sich anzugurten, und an die Fahrrad- und Tretrollerfahrer, einen Helm zu tragen. Regionalbeauftragte Annett Friedemann wies auf die vielfältigen Leistungen des zweitgrößten europäischen Automobilclubs hin. Der ACE hat 630 000 Mitglieder.

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