19.07.2018 - 17:52 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Millionen für Ideen-Werkstatt

Mit einer Rekordinvestition von 23 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren bekennt sich das Unternehmen Horsch zum Firmenstammsitz Schwandorf. Der Startschuss fällt mit dem Spatenstich für die Erweiterung des ACI-Gebäudes.

Am Mittwoch erfolgte der Spatenstich für den Erweiterungsbau des ACI-Gebäudes. Die Firma Horsch investiert zwei Millionen Euro in die „Ideenwerkstatt“.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

(rhi) "Agricultural Centre für Innovation" (ACI) heißt das Entwicklungs- und Forschungsgebäude auf dem Gelände am Sitzenhof. Dort entwickeln die Mitarbeiter die landwirtschaftlichen Geräte für die Kunden weltweit. Diese Ideen-Werkstatt erweitert das Unternehmen nun um ein vierstöckiges Gebäude mit 50 Arbeitsplätzen für Ingenieure, Konstrukteure, Elektronik-Spezialisten und Software-Entwickler. Die Investition für diesen Abschnitt beträgt zwei Millionen Euro.

"Wir legen Wert auf eine attraktive Arbeitsumgebung", betonte Geschäftsführer Philipp Horsch beim Spatenstich. Dazu gehörten auch ein Sportraum und eine Terrasse auf dem Dach des Gebäudes. Mitte nächsten Jahres soll der Anbau fertig sein. Den Auftrag hat die Firma Donhauser erhalten. Geschäftsführerin Claudia Donhauser bedankte sich für das Vertrauen und freute sich, "dass wir weiteres Projekt gemeinsam umsetzen können". Die beiden Firmen arbeiten seit Jahren eng zusammen. Das viergeschossige Gebäude werde eine Nutzfläche von 632 Quadratmetern haben, so Claudia Donhauser. Architektonisch füge sich der Erweiterungsbau harmonisch an das bestehende Gebäude an.

Viel mehr Platz

Im September geht es weiter. Dann beginnt der Bau der "Waldfabrik" auf den bereits gerodeten Flächen. Für 14 Millionen Euro baut die Firma Horsch eine weitere Produktionshalle mit 4200 Quadratmetern und eine Logistikhalle mit 4600 Quadratmetern. Außerdem entsteht im Außenbereich eine 4000 Quadratmeter große Freifläche, die dazu dient, die Zulieferteile für die Produktion zu lagern. Geschäftsführer Philipp Horsch ist überzeugt: "Die Platzsituation auf dem Firmengelände wird sich dadurch deutlich entspannen."

Weitere Arbeitsplätze

Im Bereich der beiden Hallen werden 58 weitere Büroarbeitsplätze mit neuen Stellen für die Bereiche Einkauf- und Produktionssteuerung geschaffen. Die Fertigstellung für den ersten Bauabschnitt der "Waldfabrik" ist für den Spätsommer 2019 geplant. Bauabschnitt zwei mit der Errichtung einer neuen Lackiererei schließt sich unmittelbar an. Hier betragen die Investitionskosten für die Halle drei und für die Lackieranlage vier Millionen Euro.

Wie die Unternehmensleitung betont, handle es sich hier um eine der modernsten Anlagen, die die neuesten Umweltstandards erfülle. Das zur Anwendung kommende Pulververfahren erzeuge nur minimale Emissionen. Mit der neuen Anlage sei der Betrieb in der Lage, so Philipp Horsch, die Lackierung teilweise vom Produktionswerk Ronneburg (Thüringen) zurück nach Schwandorf zu holen. Man könne dadurch den Lkw-Verkehr verringern und am thüringischen Standort neue Produktionskapazitäten schaffen.

Hintergrund:

Horsch Maschinen GmbH

Der Umsatz der "Horsch Maschinen GmbH" erreichte im vergangenen Jahr einen Rekordwert von 356 Millionen Euro und damit ein Plus von 19 Prozent. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 1600 Mitarbeiter. Beim "Tag der offenen Ausbildung" am Samstag, 21. Juli, von 10 bis 15 Uhr stellt das Unternehmen die elf Ausbildungsrichtungen im Betrieb vor: Vom Fertigungsmechaniker bis zur Fachkraft für Logistik und vom Industriemechaniker bis zum dualen Studium für Elektrotechnik und Maschinenbau. Geboten werden ferner ein Rahmenprogramm und Maschinenvorführungen. Die Besucher lernen bei einem Rundgang den Betrieb und die Produktionsstätten kennen. (rid)

Wir legen Wert auf eine attraktive Arbeitsumgebung.

Geschäftsführer Philipp Horsch

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