13.05.2019 - 16:30 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Neue Bewohner in der Höllohe

Die "Höllohe" hat Höhen und Tiefen erlebt. Ein Tiefpunkt war im Jahr 2017 die Vogelgrippe. 2018 stattete der Eichenprozessionsspinner dem Park einen Besuch ab. Inzwischen ist Höllohe wieder auf einem guten Weg. Es wird viel investiert.

Die neuen Vogel-Volieren in der Höllohe werden Ende nächster Woche der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu den Pfauen, Fasanen und Störchen kommen dann auch noch zwei Schnee-Eulen, die von einem anderen Park in die Oberpfalz umziehen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Seit die Höllohe im Mai 1972 ihre Pforten für die Besucher öffnete, hat sich der beliebte Wild- und Freizeitpark bei Teublitz beständig weiterentwickelt. Zur Zeit können sich die Besucher auf neue Tiere freuen - denn die modernen Volieren sind fast fertiggestellt, die nach dem Auftreten der Vogelgrippe im Januar 2017 und der damit verbunden Keulung von über 200 Tieren nötig geworden sind.

In den neuen Gehegen können die Fasane und Pfauen im Fall eines Ausbruchs der Seuche auch unter Quarantäne gestellt werden. Ergänzt wird die Zahl der gefiederten Bewohner demnächst um zwei Schnee-Eulen, deren Ankauf ein örtlicher Spender finanziert hat. Auch für sie gibt es eine neue Voliere. "Drei neue Volieren für fünf Vogelarten", fasst Stefan Jahreiß, der Leiter des Parks zusammen, und nennt Gold- und Silberfasane, Pfauen, Störche und natürlich die sehnlich erwarteten Schnee-Eulen. "Die sind tagaktiv", freut sich Jahreiß, "und sie werden 60 Zentimeter groß - man sieht sie also auch, wenn die Besucher in die Voliere blicken".

2000 Besucher am Tag

"Die Höllohe wird sehr gut angenommen und es hat sich dort einiges getan", versichert Jahreiß, der von "2000 Besuchern an schönen Tagen" weiß. Auf dem Areal ist aber noch einiges zu verbessern, was die Infrastruktur anbelangt. So wurde von der Verwaltung im Landratsamt ein interner Maßnahmenplan mit kleineren und größeren Maßnahmen für die nächsten Jahre erarbeitet.

Eine der dringend umzusetzenden Vorhaben ist die Errichtung eines Sozialgebäudes mit Umkleide, Dusche, WC, Aufenthaltsraum und Büro für die Mitarbeiter in der Höllohe. Außerdem wurde ein Ingenieurbüro beauftragt, eine Vorentwurfsplanung für einen Kanalanschluss zu erstellen, als Voraussetzung für neue Baumaßnahmen. Nach dem vorgeschlagenem Maßnahmenplan könnte in den Jahren 2019/2020 der Kanalanschluss sowie die Errichtung eines Sozialgebäudes erfolgen. Erste Kostenschätzungen gehen von mindestens 250 000 bis 300 000 Euro für einen Kanalanschluss aus.

Für ein neues Sozialgebäude ist mit einem ähnlichen Betrag zu rechnen. Möglich wäre dies als Ersatzneubau anstelle der jetzigen Wasservoliere oder Ställe, da sie aktuell nicht genutzt sind. Ein Baubeginn ist frühestens Mitte des Jahres 2019 und eine Fertigstellung 2020 möglich. Auch die Parkplatzsituation sollte konzeptionell in einem Verkehrskonzept betrachtet werden, hieß es. Hier sei durch ein geeignetes Ingenieurbüro ein Gesamtkonzept für die Zuwege zur Höllohe zu erstellen - zu den Parkplätzen für Autos und für Park- und Wendemöglichkeiten für Busse.

Außerdem wurden nach einer Prüfung der elektrischen Anlagen durch ein Fachbüro erhebliche Mängel festgestellt. Sie seien ebenfalls nach und nach je nach Priorität abzuarbeiten.

Million für Investitionen

An weiteren Maßnahmen ist unter anderen die Sanierung der Küche im Wedahaisl oder auch die Sanierung des Kiosks zu nennen, die ebenso wie die Errichtung eines Lageplatzes für Baumaterial und Festmist möglicherweise 2020 umgesetzt werden könnten.

2021 steht dann noch ein Silo für Futtermittel sowie ein Gefahrstofflager an, sowie 2022 die weitere Erneuerung von Einfriedungen und Gehegen einschließlich der Wasser- und Stromversorgung für die Gehege. Für diese Maßnahmen ist mit einer Investitionssumme von über einer Million Euro zu rechnen.

Die neuen Vogelgehege für Eulen, Störche, Fasanen und Pfauen im Wild- und Freizeitpark Höllohe wurden fertigstellt und die ersten Vögel haben sich bereits eingelebt. Gesegnet werden die Neubauten am Freitag, 24. Mai.
Leiter Stefan Jahreiß: "Die Höllohe wird sehr gut angenommen und es hat sich dort einiges getan."
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