Die Stadt Schwandorf stellt eine promovierte City-Managerin ein. Natalie Schmiede schreibt derzeit ihre Doktorarbeit an der Universität Gießen und nimmt gleichzeitig ihren Dienst im Rathaus auf.
Nach vier Jahren wechselte der bisherige City-Manager Roland Kittel zu einem Regensburger Energieversorger. Um seine Nachfolge bewarben sich 30 Personen, von denen sechs in die engere Auswahl kamen und zu einem Vorstellungsgespräch gebeten wurden. Den Zuschlag erhielt die 27-jährige Natalie Schmiede aus Köln, die in Gießen und Berlin Wirtschaftsgeographie studierte und derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Gießen tätig ist. "Ihre schriftlichen Bewerbungsunterlagen haben sie von vorneherein favorisiert", gab Personalleiterin Birgit Karg bei der Vorstellung der neuen City-Managerin am Donnerstag zu verstehen. Das persönliche Gespräch habe den positiven Eindruck bestätigt.
Warum entschied sich die Stadt für eine junge Wissenschaftlerin ohne praktische Erfahrung? "Wir erwarten von ihr neue Ideen", macht Armin Rank deutlich. Der bisherige Stellvertreter von Roland Kittel stieg zum Leiter des vierköpfigen Stabes "Wirtschaftsförderung" auf, dem auch die neue City-Managerin angehört. "Was ich in der Theorie gelernt habe, will ich nun in die Praxis umsetzen", hat sich Natalie Schmiede zum Ziel gesetzt. Ihr erster Eindruck: "Schwandorf hat Entwicklungspotenzial, und die Leerstände kann man wegbekommen". Die Blechlawinen durch die Friedrich-Ebert-Straße gefallen ihr weniger.
"Wir haben eine wertvolle Kraft verloren", bedauerte Oberbürgermeister Andreas Feller den Weggang von Roland Kittel. Der Nachfolgerin ließ er wissen: "Sie werden am Erfolg gemessen". Personalratsvorsitzender Paul Bäßler hieß Natalie Schmiede im Kreis der Mitarbeiter willkommen und sagte ihr seine Unterstützung zu.













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