Bezahlen ohne Bargeld? Das kennt man. Aber ein Bezahlvorgang ohne Angestellte an der Kasse, noch dazu im Warenhaus? Das ist ungewöhnlich. Globus in Schwandorf wagt den Schritt in diese Richtung. Am 7. Februar geht's los.
24 Jahre, so lange gibt es das Warenhaus Globus bereits in Schwandorf. 1995 wurde es auf Äckern an der Autobahn A 93 errichtet; nächstes Jahr ist quasi Silberjubiläum. Vor diesem Ereignis hat der langjährige Geschäftsleiter Reiner Debernitz dem Laden eine Frischzellenkur im Kassenbereich verordnet. So wurden bislang alle 24 Jahre alten Kassensysteme ausgetauscht und auf den neuesten Stand gebracht.
Ein Novum wird jedoch der Einsatz von Scanner-Kassen. Sie gehen in dieser Woche am Donnerstag, also am 7. Februar, in Betrieb. Debernitz entwarnt vorsorglich alle Kunden: "Niemand muss die Scanner-Kassen benutzen, unsere 14 regulären Kassen bleiben weiter in Betrieb." Allerdings hätten Erfahrungen aus anderen Globus-Häusern gezeigt, dass sich auf die Dauer etwa 20 Prozent der Kunden für die neue Kassiermethode entscheiden. "Der Vorteil ist, dass man nicht mehr in der Schlange warten muss", macht der Geschäftsführer die Neuerung schmackhaft.
Rein anwendungstechnisch scheint es auch nicht so schwer zu sein. Der allererste Schritt ist, dass man an der Information seine Globus-Kundenkarte für die alternative Bezahlweise freischalten lässt. Dann loggt man sich mit der Karte an einem Terminal ein und bekommt darauf aus dem Sortiment der Hand-Scanner automatisch einen zugewiesen. Den kann man dann in eine Halterung stecken, die an vielen Globus-Einkaufswagen bereits vorinstalliert wurde.
Dann kann man sich wie gewohnt durch den Markt bewegen. Jedes Stück, dass man in den Wagen legt, wird vorher mit dem Hand-Scanner erfasst. Der Scanner verfügt über ein Display, auf dem man sieht, was man bereits eingekauft hat und wie viel das ausmacht. Man ist sozusagen immer auf der Höhe seiner momentanen Ausgaben. Muss etwas wieder zurückgestellt werden, dann kann man den Artikel leicht aus dem Scanner-Display löschen.
Am Ende ist man an der Kasse, gibt zu erkennen, dass man fertig ist und bezahlt an einem Terminal - entweder in bar an einem Kassenautomaten oder mit Karte an einem Display. Das wars.
Es gibt dort sogar noch eine Kasse für Leute, die ihre Waren noch nicht während des Einkaufens gescannt haben. Man kann nämlich auch am Ende selbst alles schnell nachscannen, was im Wagen liegt. "Das ist gedacht für Leute, die nicht viel eingekauft haben und bei denen nur einige Sachen im Wagen liegen", so Debernitz. Auch sie bezahlen bar an einem Kassenautomaten oder mit Karte an einem Display.
Natürlich behält sich das Geschäft eine Kontrolle vor. An der Endstation, den Scanner-Kassen, stehen zwei Mitarbeiterinnen, die beraten und helfen sollen, aber auch zu Stichproben ermächtigt sind. "Die nehmen willkürlich zwei oder drei Sachen aus dem Wagen und prüfen, ob sie sich auch in der Liste auf dem Scanner-Display wiederfinden." Laut Debernitz also "keine große Sache".














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