30.11.2020 - 17:15 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Neues Herzstück für den Wildpark Höllohe

Der Kiosk im Wildpark Höllohe ist in die Jahre gekommen. Er soll entfernt werden, an seine Stelle kommt ein modernes, multifunktionales Zentralgebäude. Die Kosten liegen im hohen sechsstelligen Bereich.

von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Der Kreis-Bauausschuss hat in einer Sitzung vor zwei Jahren einen Maßnahmenplan für den Wild- und Freizeitpark Höllohe beschlossen, der unter anderem den Kanalanschluss, die Sanierung des Stromnetzes, die Sanierung des Kiosks, Futtermittelsilos und auch den Bau eines Sozialgebäudes beinhaltete.

Der Kanalanschluss ist laut Hochbauamtsleiterin Michaela Gottmeier zwischenzeitlich umgesetzt, Futtermittelsilos wurden beschafft und auch an den elektrischen Anlagen wurde in den letzten beiden Jahren einiges erneuert und verbessert.

Kiosk: Container aus WAA-Zeiten

Derzeit konzentrieren sich die Planungen auf die Erneuerungen des Kiosks sowie der Errichtung von Sozialräumen und neuen Toilettenanlagen. „Der bisherige Kiosk entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Daher ist geplant, diesen abzubrechen und den unter der Holzkonstruktion ’versteckten’ Container aus WAA-Zeiten dem Freilandmuseum Neusath-Perschen zur Verfügung zu stellen“, kündigte Landrat Thomas Ebeling in der aktuellen Sitzung des Kreisausschusses für Schulen, Planung und Bau an.

Neue Bewohner in Höllohe

Teublitz

Es ist vorgesehen, alle notwendigen Einheiten in einem neuen Zentralgebäude zu bündeln und dieses neue Gebäude an der Stelle des bisherigen Kiosks zu errichten. In dem neuen Zentralgebäude sollen alle erforderlichen auch unabhängig voneinander nutzbaren Einheiten unter einem Dach vereint werden. Zusätzlich ist eine Aufwertung des jetzigen „Aufseherhauses“ und die Umgestaltung des Spielplatzes am zentralen Platz der Höllohe beabsichtigt.

Rund 900 000 Euro

Nun will die Kreisverwaltung für die Maßnahme einen Leader-Förderantrag stellen, wobei man von einer Förderung von maximal 60 Prozent ausgeht. Die Kosten für das neue Zentralgebäude werden derzeit ermittelt und nach der nun einstimmig erfolgten Zustimmung durch den Ausschuss können im nächsten Jahr die Planungen weiterverfolgt, ein entsprechender Bauantrag erstellt und gegebenenfalls im Herbst 2021 mit den Rohbauarbeiten begonnen werden.

Erste Kostenschätzungen gehen von 615 000 Euro für das Zentralgebäude aus, von 100 000 Euro für die Sanierung des Aufseherhauses, von 135 000 Euro für das „Wedahaisl“ und von 50 000 Euro für Spielgeräte. Was unter dem Strich eine Investitionssumme von knapp 900 000 Euro ergibt.

Tore für die Unterstellhalle

Viel Geld (235 00 Euro) fließt auch in eine Umbaumaßnahme in Nabburg. Die offene Unterstellhalle am dortigen Kreisbauhof wird so umgestaltet, dass vier Tore eingebaut und gleichzeitig die Dacheindeckung erneuert wird. Die offene Halle wurde bereits im Jahr 1964 gebaut sowie 1970 erweitert, und derzeit sind neben verschiedenen Materialien auch Fahrzeuge und Anbaugeräte für den Winterdienst untergestellt. Eigentlich sollten bereits heuer vier neue Tore eingebaut werden, um die Halle abzuschließen. Aber die Tore wären zu klein gewesen für die neuen, größeren Winterdienstfahrzeuge, wie sich zeigte.

Hintergrund:

Zeitplan für die Bauarbeiten

  • 2021: Planung und gegebenenfalls Baubeginn neues Zentralgebäude, Lagerplatz für Baumaterial, Gefahrstofflager und Wasserversorgung Gehege
  • 2022: Fertigstellung neues Zentralgebäude, Verkehrskonzept (Planung), Lagerplatz für Festmist, Gehege für Auerochsen (Finanzierung durch Förderverein)
  • 2023: Weiterführung Sanierung Küche Wedahaisl, Verkehrskonzept (Umsetzung), Erneuerung von weiteren Einfriedungen und Gehegen
  • 2024: Sanierung Aufseherhaus

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