09.09.2019 - 16:07 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Neues Trauzimmer: "Ja" im Schatten des Blasturms

Heiraten in einem schmucklosen Standesamts-Büro, das ist schon lange vorbei. Neben der Spitalkirche und dem Trauzimmer bietet die Stadt nun eine neue Adresse für den "Bund fürs Leben".

Das gemütliche Stüberl im Türmerhaus wird vom Oberpfälzer Waldverein bewirtschaftet. Nun können dort auch standesamtliche Trauungen stattfinden.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

"Um den Wünschen der Eheschließenden entsprechen zu können", heißt es in der Sitzungsvorlage für den Ferienausschuss, solle ein weiterer Raum als Trauzimmer gewidmet werden: Der Aufenthaltsraum im Türmerhaus. Der 17 Quadratmeter große Raum bietet Hochzeitsgesellschaften mit etwa 20 bis 25 Personen Platz. Seit 2014 hat der "Oberpfälzer Waldverein" das Türmerhaus in Erbpacht von der Stadt übernommen und aufwendig saniert. Nicht nur bei Bürgerfesten hat das Haus samt schönem Vorplatz seine Feuerprobe für Feierlichkeiten längst bestanden.

Mit dem OWV werde eine entsprechende Vereinbarung geschlossen, sagte der Sachgebietsleiter des Standesamts, Gerd Winterberger, mit dem Vorstand bestehe Einvernehmen. Damit dort auch Eheschließungen stattfinden dürfen, muss der Raum gewidmet werden. Dem kam der Ferienausschuss nach. "Das Türmerhaus ist nicht ganz barrierefrei", sagte Oberbürgermeister Andreas Feller, sanitäre Anlagen und Catering-Bereich seien vorhanden.

Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl (SPD) frage nach der Vereinbarung. Oberbürgermeister Andreas Feller meinte, was Reinigung oder Bestuhlung betreffe, würden die Paare dann wohl direkt mit dem OWV Regelungen treffen. Auch für die Bestuhlung wird der Waldverein sorgen. "Der Raum steht allgemein zur Verfügung", sagte Feller. Alfred Damm (ÖDP) fragte nach, ob es weitere Anfragen nach Trauzimmern gäbe. Es liege eine Anfrage einer Gaststätte vor, sagte der OB. Hier gebe es aber das Problem, dass Trauzimmer allgemein zugänglich sein müssen. Der Ausschuss stimmte der Widmung einhellig zu. Bislang standen heiratswilligen Paaren das Trauzimmer im Rathaus (Platz für rund 20 Gäste) und die profanierte Spitalkirche für größere Gesellschaften zur Verfügung. Nun können sich Paare also auch im Schatten des Blasturms das Ja-Wort geben.

Der Ferienausschuss erteilte ebenfalls einstimmig das gemeindliche Einvernehmen für den Bau einer Biogasanlage in Lindenlohe. Peter Bäuml erweitert seine Anlage, baut unter anderem ein zusätzliches Blockheizkraftwerk und ein Gärrestelager. Die Änderungen an der bestehenden Anlage sind so erheblich, dass eine neue Genehmigung nach Immissionsschutzrecht notwendig wird. Genehmigungsbehörde ist das Landratsamt, die Stadt wird als Träger öffentlicher Belange gehört. Aus bauplanungsrechtlicher Sicht stehe der Genehmigung nichts entgegen, erläuterte Baudirektor Reinhard Schade.

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