Schwandorf
02.02.2026 - 15:51 Uhr

Neujahrsempfang der Stadt Schwandorf: Fokus liegt auf Innenstadt

Rekordbesuch beim Jahresempfang der Stadt Schwandorf: Zur siebten Auflage kamen am Sonntag 500 geladene Gäste in die Oberpfalzhalle. Im Fokus stand die Entwicklung der Innenstadt.

Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller und seine beiden Stellvertreter Andreas Wopperer und Marion Juniec-Möller warteten am Eingang und begrüßten die Gäste beim Neujahrsempfang am Sonntag persönlich mit Handschlag. An den Stehtischen in der Halle bildeten sich inzwischen Interessengruppen aus Politik, Wirtschaft, Behörden, Schulen und Vereinen zum Small Talk. Die Blaskapelle Dachelhofen spielte zur Unterhaltung auf.

Nach einem Willkommensgruß von Kaminkehrermeister Peter Wilhelm trat Oberbürgermeister Andreas Feller ans Mikrofon, um in seiner Rede den Blick nach vorne zu werfen. Die Themen, die seit Jahren auf dem Tisch liegen, sollen heuer angepackt werden: Bau einer Mittelschule, Gestaltung des Schmidt-Bräu-Geländes und Erweiterung des Sepp-Simon-Stadions.

Entwicklung der Innenstadt

Der Fokus aber liege auf der Entwicklung der Innenstadt, die unter einer Vielzahl von Leerständen leidet. „Durch gezielte Maßnahmen ist es uns gelungen, mehr Leben in die Innenstadt zu bringen“, war der Oberbürgermeister überzeugt. Er nannte die Formate Street Food Park, verkaufsoffene Sonntage, „Schwandorf bei Mondschein“, das Kneipenfestival, die Aktion „Hereinspaziert“ und den „Winterzauber“. Mit solchen Veranstaltungen wolle die Stadt auch in Zukunft „Frequenz schaffen und Perspektiven aufzeigen“, betonte Feller.

Überwiegend positive Reaktionen

Die gut halbstündige Rede des Oberbürgermeisters stieß überwiegend auf positive Resonanz. Die Innenstadt-Händler Brigitte und Peter Harrieder unterstützten das Stadtoberhaupt im Bemühen, „die Innenstadt positiv“ darzustellen und zu betonen, „wer noch alles da ist“. Eine Fußgängerzone halten sie für kontraproduktiv. Auch Event-Veranstalter Michael Gradl fand, „dass es der Oberbürgermeister gut gemacht hat“. Und: „Leerstände haben wir in allen Städten“. Der IHK-Gremiumsvorsitzende Hubert Döpfer setzte auf die Weiterentwicklung des interkommunalen Gewerbegebiets und erwartete dort neue Start-ups und Dienstleistungsunternehmen. Bei der Umsetzung der Vorhaben mahnte der Bildungsunternehmer „mehr Geschwindigkeit“ an. Die Bebauung des Schmidt-Bräu-Geländes werde die Stadt finanziell nicht stemmen können, so Döpfer. Er riet deshalb zum Verkauf an private Investoren.

Die ehemalige THW-Geschäftsführerin Ilona Knecht-Jesberger sah in den Verwaltungsvorschriften einen Hemmschuh für die Stadtentwicklung und forderte einen Bürokratieabbau. Rechtsanwältin Sandra Gierl bedauerte den „Wegfall alteingesessener Geschäfte“ in der Innenstadt und hofft auf Ersatz. Der Vorsitzende der Kreishandwerkerschaft, Florian Danzl, sah in einer „leistungsfähigen und wirtschaftsfreundlichen Kommunalverwaltung einen zentralen Standortfaktor für Handwerk und Mittelstand“. Entscheidend seien vereinfachte, beschleunigte und digitalisierte Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie transparente Zuständigkeiten mit zuverlässigen Ansprechpersonen.

Leise Kritik an der Präsentation ließen Werbemanager Wolfgang Eichinger und Schulleiter Jürgen Moritz anklingen: „Die Rede war zu lang, und die eingeblendeten Bilder und die Redeinhalte deckten sich nicht.“ Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Gäste am Büffet bedienen.

 
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